Max Franke: derneuebuchpreis.de stellt sich vor

von Max Franke am 13. Juli 2011

Über Max Franke

Self-Publishing gehört mit Sicherheit zu den derzeit am heißesten diskutierten Themen in der Buchbranche. Soziale Netzwerke, Online-Buchhandel sowie Digitaldruck und eBooks bieten innovativen Autoren noch nie dagewesene Möglichkeiten, ihre Werke zu veröffentlichen und ihre Leser direkt zu erreichen. In den USA führte die Entwicklung beispielsweise dazu, dass die Kindle-Top50-Bestseller in manchen Monaten schon zu über einem Drittel aus Self-Publishern bestanden. Bei epubli sehen wir den Trend auch in Deutschland und sind davon überzeugt, dass Self-Publishing in Zukunft ein wichtiger Teil der Verlagslandschaft sein wird.

Das Spektrum an Autoren ist dabei groß: So hat mancher Schreiber dank Print-on-Demand endlich die Möglichkeit, sein Buch in der Nische zu veröffentlichen ohne das Risiko hoher Auflagen zu tragen. Aber auch „großen“ Autoren bieten sich durch schlanke und schnelle Prozesse, kreative Gestaltungsfreiheit und nicht zuletzt durch ein hohes Autorenhonorar spannende Alternativen zu den klassischen Veröffentlichungsformen.

Ob Nische oder Massenmarkt, eines eint alle Self-Publishing-Autoren: Sie gehen innovative Wege abseits der bekannten Pfade. Viele von ihnen zeigen bei der Bewerbung ihrer Werke eine unglaubliche Kreativität und pflegen einen bis dato unbekannten Dialog zu ihrer Leserschaft.

Bei der Frage, wie sich die Entwicklung unterstützen lässt und wie innovative Autoren in ihrer Tätigkeit gestärkt werden können, wuchs schnell die Überzeugung, dass etwas Großes her muss, dass die Autoren und ihre Werke leuchten lässt. Ersten Ideen folgten konkrete Planungen und geboren war derneuebuchpreis.de (dnbp).

Mit derneuebuchpreis.de zeichnen Der Tagesspiegel, epubli und ZEIT ONLINE gemeinsam die besten Autoren aus, die mit ihren Büchern neue Wege gehen. Der Buchpreiswettbewerb ist mit 20.000 € dotiert und wird 2011 erstmals auf der Frankfurter Buchmesse vergeben. Ausgezeichnet werden die Kategorien Belletristik, Sachbuch, Wissenschaft und Buchgestaltung. Das Preisgeld je Kategorie beträgt 5.000 €.

Der Internetlogik folgend, wird zunächst die Web-Community vom 27. Juli 2011 bis zum 7. September 2011 ihre Favoriten in den vier Kategorien wählen. Anschließend bestimmt eine Experten-Jury aus den Publikumsfavoriten die vier Gewinner.

Mit dem heutigen Tag können Autoren sich kostenlos für den Preis bewerben, indem sie ihr Werk auf der Self-Publishing-Plattform www.epubli.de veröffentlichen und zur Wahl stellen. Das Organisationsteam vom dnbp wird hier, bei unserem exklusiven Webpartner „Ich mach was mit Büchern“ (ImwmB), regelmäßig bloggen. Unter dem Titel „Einblicke in die dnbp-Werkstatt“ berichten wir über den aktuellen Stand des Wettbewerbs und lassen die Leser von ImwmB während der Planungsphase Mäuschen spielen.

Die ersten Schritte

Am Anfang eines so großen Projektes, wie dem dnbp, steht eine Idee und eine – so scheint es zumindest – unglaublich hohe Anzahl großer Aufgaben: Jury und Medienpartner müssen gefunden und vom Konzept überzeugt werden, ein schlüssiges Konzept für den Wettbewerb wird benötigt und last but not least ist auch die Planung der Abschlussveranstaltung und der Preisverleihung mit allen ihren organisatorischen Feinheiten recht arbeitsintensiv.

Erst Mitte Juni fassten wir den Entschluss, zur Frankfurter Buchmesse den dnbp zu vergeben. Entsprechend groß war die To-do-Liste, die es in der doch sehr kurzen Zeit abzuarbeiten galt. In der Anfangsphase war die größte Herausforderung, für die Planung des Wettbewerbs, der Pressearbeit und der Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse einen Schlachtplan mit Meilensteinen zu entwerfen und diese zunächst komplexen Aufgaben getreu der Gantt-Chart-Logik zu zerlegen. Das Wichtigste dabei: immer einen kühlen Kopf bewahren. Die Tatsache, dass wir bei epubli eine sehr überschaubare Anzahl an Leuten sind, war und ist eine Herausforderung, zumal wir den dnbp (inkl. Programmierung etc.) neben dem Tagessgeschäft organisieren und auf eine externe Agentur verzichten. Das hat den Vorteil, dass wir immer direkt reagieren können sowie von schneller Kommunikation und Absprachen profitieren.

Seit dem Planungsbeginn hat sich sehr viel getan: der Zeitplan und die Konzeptionierung des Wettbewerbs stehen, Programmierung und Webdesign sind weitestgehend abgeschlossen und am wichtigsten: wir haben Top-Leute aus Literatur, Medien und Wissenschaft für die Jury gewinnen können und mit ZEIT ONLINE, dem Tagesspiegel und ImwmB tolle Partner an Bord – vielen Dank auch an Leander an dieser Stelle!

Unser größtes Learning bis jetzt? Auch mit einer überschaubaren Mitarbeiterzahl lassen sich mit Tatendrang und einem Schuss Kreativität ganz dicke Bretter bohren. Zeitmanagement und ein funktionierendes Team sind Gold wert!

Hier geht es zum Wettbewerb: http://epub.li/dnbp2011

——————–
Blog-Abo: Feed E-Mail Facebook Twitter
——————–

  • Kathi

    Wirkt auf den ersten Blick ziemlich interessant, dann aber unseriös, wenn man nur am Wettbewerb teilnehmen kann, nachdem man einen Vertrag mit epubli abgeschlossen hat.
    http://www.epubli.de/specials/schreibwettbewerb/teilnahme

    • http://twitter.com/max_franke Max Franke

      Hallo Kathi,

      vielen Dank für Dein Feedback.

      Ja, die Teilnahme bedingt eine Veröffentlichung bei uns – die ist im epubli-Shop kostenlos und Du kannst den Vertrag innerhalb von 5 Tagen kündigen. Gehst also keine langfristigen Verpflichtungen mit uns ein :-)

      • Kathi

        Hallo Max,
        ihr schreibt aber:
        “Eine Kündigung
        vor Abschluss des Autorenwettbewerbs (7. Oktober 2011) kann zum Ausschluss
        aus dem Autorenwettbewerb führen.”

        • http://twitter.com/max_franke Max Franke

          Richtig, da die Veröffentlichung für die Teilnahme am Wettbewerb Voraussetzung ist.

          Vielleicht möchtest Du – aus welchem Grund auch immer – Deine Veröffentlichung bei uns zurückziehen, ein Verlag bietet Dir einen Autorenvertrag mit hohem Vorschuss etc. In diesen Fällen bist Du nicht 5 Jahre oder so an uns festgekettet, sondern kannst uns schnell und unkompliziert wieder verlassen – auch wenn wir das natürlich bedauern würden ;-)

  • http://www.amokwriter.com amokwriter

    »Der Internetlogik folgend, wird zunächst die Web-Community … ihre Favoriten in den vier Kategorien
    wählen. Anschließend bestimmt eine Experten-Jury aus den Publikumsfavoriten die vier Gewinner.«  — Mit diesem Verfahren sind schon andere gescheitert: Sei es an der schieren Masse, sei es am »Teufel-Scheiße-Haufen-Effekt«. Schade eigentlich …

    • http://twitter.com/max_franke Max Franke

      Der “Teufel-Scheiße-Haufen-Effekt” sagt mir ehrlich gesagt gar nichts…

      Unser Anspruch war, dass jeder teilnehmen kann und keine Top-Down-Vorauswahl getroffen wird. Darüber hinaus ist es utopisch, dass eine hochkarätige Jury so viele Beiträge bewerten könnte/würde.

      Es ist trügerisch zu glauben, dass derjenige, der am
      lautesten schreit, die meisten Stimmen erhält. Um langfristig Unterstützer für
      sich und sein Buch zu gewinnen sind sowohl der Kontakt zu den Lesern als auch
      die Qualität des Manuskripts entscheidend.

      • http://www.facebook.com/trunschke amokwriter

        die idee ist ja wirklich lobenswert. aber das verfahren birgt so seine fallen. etliche wettbewerbe bei bookrix oder auch neobooks.com bedien(t)en sich ja ähnlicher methoden. wo sind die mängel? – ich sehe da folgende:

        1. die unzahl an einreichungen führt dazu, daß mit der zeit fast nur noch titel gelesen werden, die schon gut bewertet sind (falls das ranking öffentlich sichtbar ist). — das ist bewusster »der teufel scheißt immer auf den größten haufen« – effekt. der rest an beiträgen geht im rauschen unter.

        2. je später ein beitrag eingereicht wird, um so geringer die chance, noch ausreichend viele punkte zu sammeln für eine top-platzierung. das early-bird-prinzip hat aber mit qualität wirklich nichts gemein.

        3. die seitenweise präsentation der bücher – bei epubli jeweils 9 titel – führt unweigerlich dazu, dass titel so etwa ab seite 5 nur noch zufällig wahrgenommen werden. und damit sind sie dann praktisch aus dem rennen.

        vielleicht habt ihr dafür ja bereits lösungen parat. würde mich freuen. viele grüße: olaf trunschke.

        • http://twitter.com/max_franke Max Franke

          Vielen Dank für das ausführliche Feedback! Ja, die Abstimmung birgt einige Herausforderungen, dennoch stimme ich nicht ganz mit Dir überein:

          2. Zurzeit kann noch nicht abgestimmt werden. Ab dem 27.07. startet die Abstimmung, alle Autoren haben zu diesem Zeitpunkt die gleichen Voraussetzugen. Wer sich später anmeldet muss sich in der Tat ins Zeug legen.

          1. und 3. Die Darstellung der Publikationen im Shop, wird bei der Abstimmung von der jetzigen Darstellung abweichen. Wir glauben auch nicht daran, dass der interessierte Leser sich durch jedes Werk durchklickt. Viel wichtiger ist es – wie schon zuvor geschrieben – dass der Autor aktiv für sein Werk trommelt und seine Unterstützer über alle Kanäle aktiviert. “Schlechte” Manuskripte werden sowieso schnell durch die Community gesiebt, da (außerhalb des engsten Freundes- und Familienkreis) die Bereitschaft zum Weiterreichen/Empfehlen des Werks schnell abnehmen wird.

  • Pingback: eBooks: Selfpublishing-Anleitung – wie kann ich ein eBook selbst veröffentlichen » By cai » Tipps für Selfpublisher, Tipps zum Selfpublishing, Selfpublishing leicht gemacht, Wie kann ich ein eBook veröffentlichen, eBook schreiben und selber veröff

vorheriger Beitrag:

nachfolgender Beitrag:

blogoscoop