Claudia Martini
Claudia Martini präsentiert sich als Frau in Stöckeln auf dem großen Marktplatz der Bücherwelt. Nun gewährt sie uns regelmäßig Einblicke in ihre bizarre Welt der Selbstvermarktung und ihre täglichen Herausforderungen als „Jungautorin“! Dabei stellt sie nicht nur sich selbst, andere und die neueste Technologie in Frage, sondern auch die Höherwertigkeit von Champagner im Vergleich zu Prosecco.
Um ehrlich zu sein, könnte ich Ihnen jetzt nicht sagen, wie viel Zeit vergangen ist zwischen meiner ersten Aktivität bei Twitter, dem Go-Live meiner Homepage, den Anschreiben an die Verlage und den Textveröffentlichungen auf Neobooks oder Triboox. Insgesamt sind sicherlich gute anderthalb Jahre ins Land gezogen. Das hört sich für den Laien erstmal sehr lange an. Ist es auch!
Aber sehen wie es mal so: Für mich war das Schreiben und Vermarkten meiner Bücher ein Neuland, das ich langsam, aber sicher erkunden musste. Durch die Länge der Zeit, in der ich mich mit dem Thema befasste, ein Buch zu schreiben und verlegen zu lassen, wurde mir aber auch klar, dass dies mehr als nur ein Hobby für mich war. Also war ich auch bereit, noch mehr Mühe in Form von Zeit hinein zu stecken und somit stieß ich auf Facebook. Und sehen wir es mal so, ich investierte nur Zeit, kein Geld, denn alle Angebote, die ich im Web 2.0 nutzte, waren gratis (abgesehen von den knappen 24,- Euro p.a. für die Bereitstellung meiner Homepage).
Was mich an dem Gesichtbuch so interessierte, war die Möglichkeit, Texte und Bilder einzustellen und mich mit „Gleichgesinnten“ austauschen zu können. Ich hatte zwar so meine lieben Schwierigkeiten, ein Konto auf den Namen Frau in Stoeckeln und dazu noch eine Fanpage anzulegen, aber mit der Hilfe einer erfahrenen Facebooklerin, hatte es dann schließlich funktioniert. (Seien wir so fair und ignorieren meinen verdrehten Namen Stoeckeln Frau In … irgendwie will Facebook einfach nicht so, wie ich!)
Dann ging es los! Ich schrieb, ich las, ich kommentierte, ich stellte Auszüge aus meinem ersten Buch ein, ich verfasste Weihnachtsgedanken, ich nahm mein erstes Buch wieder raus … und dann geschah es, die Anfrage einer Literaturagentur kam rein. Und eh ich mich versah, schrieb ich innerhalb von 3 Monaten mein zweites Buch. Währendessen postete, beobachtete, kommentierte, gratulierte und sinnierte ich weiter auf Facebook. In mir wuchs die Gewissheit, dass ich auf dem richtigen Weg war, denn:
- Ich hatte schon mein zweites Buch geschrieben,
- der Plott für mein drittes Buch, einen Krimi, war schon skizziert (mittlerweile stehen die ersten 20 Seiten von 400 auf Neobooks zum Lesen bereit)
- und ich hatte die besten Aussichten, in Zukunft erfolgreich mit der Literaturagentur Scriptzz zusammenzuarbeiten
Aber auch mit dieser Gewissheit war klar, dass ich nicht so tun konnte, als hätte ich morgen schon einen Vertrag mit einem Verlag in der Hand. Ich hatte nur einen weiteren von vielen Schritten in eine Richtung gemacht. Ob es die Richtige ist, wird sich in naher Zukunft zeigen!



