Regina Neumann über den Prozess des Schreibens

von Regina Neumann am 24. März 2010

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Regina Neumanns Schreibtisch

Ich heisse Regina Neumann und ich mach was mit Büchern. Konkret heisst das, ich lese sie und ich schreibe sie auch. Und www.ichmachwasmitbüchern.de bat mich, einen Beitrag zum genauen Wie zu verfassen.

Zuerst mal, ich bin eine Chaotin. Es kommt durchaus vor, daß ich mitten in der Nacht aufwache und eine komplette Geschichte im Kopf habe. Dann muß ich mich auch sofort hinsetzen und sie aufschreiben. So geschehen z. B. mit „Weihnachten mit Thrill“, nachzulesen hier oder auch auf Sebastian Fitzeks Homepage. Das sind allerdings seltene Glücksfälle, leider wache ich nie mit einem komplett fertigen Buch auf.

Schreiben ist für mich eine sehr persönliche Sache, die einen großen Teil meines Lebens vereinnahmt. Wenn ich in einer intensiven Schreibphase bin, bedeutet das, Tiefkühlkost-Fertiggerichte, Instantkaffee, ungemachte Betten und Berge ungespülten Geschirrs, weil ich nichts anderes mehr mache als erstmal Schreiben.

Schreiben ist aber auch sehr abhängig von der Tagesform, jedenfalls bei mir. Ich bewundere Autoren, die sich so ein Tagespensum setzen, jeden Tag zehn Seiten oder 10.000 Zeichen, oder die jeden Tag von 9h–12h und von 14h–20h am Schreibtisch sitzen, egal, ob es hagelt oder die Sonne scheint.

Teehaus Kluntje in Göttingen

Teehaus Kluntje in Göttingen

Praktisch ist, ich kann überall schreiben, unterwegs im Zug, in Cafés (bevorzugt im Teehaus Kluntje in Göttingen), Hotels. Was ich seit Jahren in jeder Handtasche mit mir herumtrage, sind Stifte und wenigstens ein Notizbuch. Davon besitze ich mittlerweile eine ganze Kollektion. Selbst wenn von diesen Notizen niemals etwas verarbeitet wird, betrachte ich sie doch als „Schreibübungen“, vielleicht beschreibe ich eine Person, die mir aufgefallen ist, oder eine Situation, die ich beobachte, ein spielendes Kind, einen Hund, egal was.

Was ich WIRKLICH brauche, um Schreiben zu können ist, neben Inspiration, Musik. Und zwar am Besten Klassikradio! Das klingt jetzt zwar nach Werbung, soll es aber gar nicht sein, damit kann ich wirklich konzentriert arbeiten.

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