Kategorie: Dies und das

ARTE: Dostojewski

ARTE zeigt aktuell diese russische TV-Serie von 2011. Sie erzählt von den prägenden Erfahrungen und Leidenschaften in Fjodor Dostojewskis Leben. Die Teile 1-5 sind bereits verfügbar:

 

 

„Kaum dem Schafott entkommen, wird Dostojewski wegen revolutionärer Gedanken zu Arbeitslager und Dienst beim Militär verurteilt. Die Haft und seine Liebe zu der verheirateten Maria machen aus dem distanzierten Akademiker einen Schriftsteller, der das Schicksal des einfachen Volkes teilt.“

 

„Trotz der vielen Hindernisse kann Dostojewski endlich Maria heiraten. Doch das ersehnte Glück entpuppt sich schnell als Illusion. Selbst als das Ehepaar von der Provinz in die Hauptstadt Sankt Petersburg zieht, leidet Maria an ihrer Krankheit und an ihrer Eifersucht.“

 

„Obwohl Alexandra Sankt Petersburg verlassen hat, rettet dies nicht die Freundschaft zwischen ihrem Mann Janowski und Dostojewski. Doch sein Erfolg als Literat und die Bekanntschaft mit der revolutionären Studentin Apollinaria Suslowa können ihn über den Verlust hinweg trösten.“

 

„Endlich in Paris bei Apollinaria angekommen, stellt Dostojewski bestürzt fest, dass sie einen anderen Liebhaber hat. In dem Glauben, dass er sie wiedergewinnen kann, setzt er seine Reise mit ihr fort. Doch seine Hoffnungen werden zunichte gemacht. Zurück in Russland muss er feststellen, dass er weitaus mehr verloren hat …“

 

„Nach dem Verlust seiner Geliebten, seiner Frau und seines Bruders ist Dostojewski auch noch hoch verschuldet. Ein waghalsiger Plan könnte ihn vor seinem Verleger retten: Um seine Schulden zu begleichen, soll er innerhalb eines Monats einen Roman schreiben.“

Aufhören – auch wenn es gut ist

„Es sei sehr wichtig, schreibt er darin, in einem Text von Anfang bis Ende einen fesselnden und soliden Rhythmus beizubehalten. Seine Romane sind deswegen ein bisschen wie Jazz. Auch sein Alltag ist wie Jazz. Er halte auch dort, schreibt er, einen soliden Rhythmus ein, stehe jeden Tag sehr früh auf, mache sich einen Kaffee und beginne zu schreiben, egal, ob er Lust dazu habe oder nicht. Jeden Tag schreibe er zweieinhalb Seiten. Nach fünf oder sechs Stunden sei Schluss, auch wenn es gut läuft, höre er auf.“

Haruki Murakami im lesenswerten ZEIT-Interview.

Jede gute Geschichte hat die gleiche Struktur – sagt Dan Harmon

Here we go, down and dirty:

  1. . A character is in a zone of comfort,
  2. . But they want something.
  3. . They enter an unfamiliar situation,
  4. . Adapt to it,
  5. . Get what they wanted,
  6. . Pay a heavy price for it,
  7. . Then return to their familiar situation,
  8. . Having changed.

Start thinking of as many of your favorite movies as you can, and see if they apply to this pattern. Now think of your favorite party anecdotes, your most vivid dreams, fairy tales, and listen to a popular song (the music, not necessarily the lyrics). Get used to the idea that stories follow that pattern of descent and return, diving and emerging. Demystify it. See it everywhere. Realize that it’s hardwired into your nervous system, and trust that in a vacuum, raised by wolves, your stories would follow this pattern.

via kottge.org

Schriftstellerpuppen

„Ich mache etwas, was auf der ganzen Welt niemand macht. Ich baue Schriftstellerpuppen.“

„Vor sechs Jahren kam ihm die Idee, seine Liebe zur Literatur mit dem gelernten Handwerk zu verbinden. Der Plan: Romanfiguren und ihre Erschaffer als Puppen nachzubauen, Mode für sie zu entwerfen und diese auch zu schneidern. Madame Chauchat aus dem Zauberberg beispielsweise und Thomas Mann, Herrn K. aus Kafkas Schloss und den dazugehörigen Autor, Heinrich Heine, Virginia Woolf. Sie alle gibt es nun als handgenähte Unikate.“

Der literarische Schneider (Zeit Online)

 

Sao Paulo: Bücher, die als U-Bahn-Tickets funktionieren und das Lesen fördern

Super Idee – Daumen hoch für Sao Paulo!

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„To celebrate World Book Day last April 23rd, L&PM gave away 10,000 books for free at subway stations across Sao Paulo. Each book came with ten free trips. When all ten trips have been used up, users can recharge them via the Ticket Books website and use them again or gift them to a friend to encourage even more people to read. The project was so successful that L&PM expanded the project to other cities in Brazil.“

Mehr dazu auf psfk.com.

Ticket Books from Agência Africa on Vimeo.

via: Open Culture

Bild: L&PM Editores