Christoph Seydel: Mit lituro vereinfachen wir die Vermarktung von Büchern

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Christoph Seydel

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Christoph Seydel und ich bin Gründer von lituro. Wir vereinfachen die Vermarktung von Büchern für Autorinnen, Autoren und Verlage und arbeiten an einer Plattform, die buchbezogene Daten und Informationen über Schriftstellerinnen und Schriftsteller für Lesende bereitstellt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Früh aufstehen und spät schlafen gehen – das ist im Moment Alltag für mein Team und mich. Aber es macht Spaß, lituro wachsen und sich entwickeln zu sehen. Jeder Tag bringt etwas Neues: neue Kunden, neue Verhandlungen und viele neue Kontakte, die wir knüpfen dürfen. Alles, was lange Zeit nur in meinem Kopf gewirkt und sich einige Male um sich selbst gedreht hat, bis es ein richtiges Konzept wurde, wird jetzt Realität. Mein Tag besteht mittlerweile also vor allem aus Kundengesprächen, Mitarbeitergesprächen und Präsentationen von lituro auf Konferenzen und Meetings. Es ist spannend für mich zu sehen, wie Menschen auf unsere Geschäftsidee reagieren und wie gut es bisher angenommen wird. Offenbar ist es wirklich so, dass wir eine Lösung für ein Problem anbieten, an die bisher niemand gedacht hat. Wir bekommen viel Feedback von Autorinnen, Autoren und Verlagen, die uns bestätigen, wie einfach und hilfreich unsere Vermarktungstools sind und dass wir Ihnen wirklich die Arbeit erleichtern — das ist ein schönes Gefühl, das man mit in den späten Feierabend nimmt.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Als lituro zunächst nur eine Idee und noch kein Geschäftsmodell war, arbeitete ich Vollzeit in meinem Job als Applikationsentwickler. Das Projekt lituro wurde aber immer bedeutsamer für mich, bis ich irgendwann entschieden habe, es zu meiner Profession zu machen. Als Geschäftsführer eines Unternehmens habe ich natürlich andere Aufgaben als vorher. Zu Beginn musste ich erst einmal in die Rolle hineinfinden und habe dabei wahnsinnig viel dazugelernt. Zwar war ich vorher bereits selbständig, aber mit einem Herzensprojekt, wie lituro es für mich ist, ist man nochmal mehr mit Blut, Schweiß und Tränen involviert. Auch hat sich verändert, dass ich nun Verantwortung für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe und ich möchte ihnen die Möglichkeit geben, sich zu entfalten und aktiv einzubringen.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ich habe im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass es gerade die vermeintlichen ‚Probleme‘ sind, von denen man lernt, indem man kreative Lösungsansätze findet und flexibler zu reagieren lernt. Momentan beispielsweise versuchen wir, ein richtiges Literaturnetzwerk aufzubauen. Wir suchen den Kontakt zu Autorinnen, Autoren und Verlagen, um unsere Produkte vorzustellen und hoffen natürlich, dass sich weitere Partner finden, die uns ihr Vertrauen schenken und uns gerade jetzt zu Beginn unterstützen, auch wenn wir noch keinen langen Track-Record aufzuweisen haben. Bereits jetzt haben wir viel Unterstützung erfahren, die uns hilft, unsere Vision zu verwirklichen, die für die ganze Branche ein Aufbruch sein kann.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Wie bereits gesagt bauen wir gerade unser Literatur-Netzwerk auf — wir freuen uns also über alle guten Kontakte. Und gerade jetzt, wo lituro noch ganz neu auf dem Markt ist, ist Feedback enorm wertvoll für uns. Besonders freuen wir uns auch über Kontakte zur Selfpublishing-Szene, denn hier haben wir noch mehr Potential.

Wo finden wir Sie im Internet?

Wir freuen uns über Besuche auf www.lituro.de und arbeiten zudem gerade ausdauernd daran, schnell für Verlage und Lesende zu starten. Die Autorenseite ist in der letzten Woche online gegangen und es gibt für die ersten 100 Autorinnen und Autoren für drei Monate lang einen kostenlosen Premium-Zugang, mit dem man die Autorenseite ganz einfach mit der eigenen Domain nutzen kann. Außerdem kann uns natürlich jeder, der die klassische E-Mail bevorzugt, sehr gerne direkt unter dialog@lituro.de erreichen.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Christoph Seydel

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