Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Daniel Conrad

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Daniel Conrad, Jahrgang 77, abgebrochenes Studium der Kommunikationswissenschaften, Gründer & Geschäftsführer der Plattform www.booklooker.de, die grade ihr 15jähriges Jubiläum feiert. booklooker.de ist einer der größten Marktplätze für gebrauchte und antiquarische Bücher im deutschsprachigen Raum, mit 1,5 Mio. registrierten Benutzern und über 30 Mio. Artikeln.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ich bringe einen Sohn in den Kindergarten, den anderen in die Schule, trinke dann noch einen Tee zu Hause mit meiner Frau und sitze anschließend im Büro vor dem PC. Als einer von zwei Geschäftsführern kümmere ich mich um alles, was nicht mit IT und Programmierung zu tun hat, denn davon habe ich nicht viel Ahnung. Ich betreue die Bereiche Marketing, Kundendienst, Personal und sorge dafür, dass immer genug Kaffee und Klopapier da ist.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Im Grunde hat sich die Arbeit nicht verändert, es ist nur mehr geworden. Angefangen haben wir 1999 zu zweit und 10 Bestellungen am Tag, jetzt besteht unser Team aus 9 Festangestellten und wir vermitteln 5.000 Bestellungen am Tag – Tendenz steigend. Früher habe ich noch jede Kundenanfrage selbst beantwortet, mittlerweile machen das unsere Kundendienst-Mitarbeiter. Das Medium „Buch“ befindet sich zwar im Wandel, bei uns steht die Zeit in dieser Hinsicht aber ein wenig still. Manchmal wundere ich mich selbst darüber, welche Sachen so verkauft werden – der Trend geht bei uns immer mehr hin zu sehr spezieller Lektüre abseits der Bestsellerlisten. Und davon gibt es reichlich.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Da fällt mir spontan nicht viel ein. Für Probleme finden wir meist schnell eine Lösung, nur die Umsetzung kann dann eine Weile dauern …

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Mich kann jeder kontaktieren. Man weiß ja vorher nie genau, welche Kontakte einen weiterbringen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Daniel Conrad