Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Tom Bresemann

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Schriftsteller, Mitbegründer des Literaturhauses Lettrétage in Berlin-Kreuzberg, Herausgeber und Übersetzer. Ich mache also jeweils alles, was mit all diesem zusammenhängt: Ich übersetze, präsentiere, schreibe und gebe Bücher heraus.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Erstmal in die Lettrétage und schauen, was ansteht. Finanzpläne zurechtfriemeln, Telefonate an- und abwimmeln, Programm zusammenhalten, Lesungen konzipieren, Rücksprachen mit Autorinnen und Verlegerinnen halten (weibliche Form inkludierend gebraucht), Getränke für die Lesungen bestellen, Anträge auf Projektförderungen schreiben, Praktikantinnen mit frischem Kaffee versorgen … etc.

Danach Kind und Hund. Dann schreiben, und zwar: Was in Bücher.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Das Finanzplangefriemel (also mithin der Managementfaktor) hat sich erhöht. Das Schreiben kämpft dagegen an, mal mehr mal weniger leidlich …

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Wie kann ich den Rahmen für einen „Literaturbetrieb als Gesprächsangebot auf Augenhöhe“ schaffen und vernachhaltigen. Wie kann ich selbst Literatur schreiben, die als Kommunikationsgegenstand und -angebot trägt.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Die Lettrétage ist immer wieder auf der Suche nach ehrenamtlichen Helferinnen (die weibliche Form ist hier inkludierend gebraucht) bei den abendlichen Lesungen beispielsweise … Also falls wer Bock auf einen Blick hinter die Kulissen des „am wenigsten langweiligen Literaturhauses in Berlin“ (nicht mein Zitat, irgendwo internet) hat, immer meldet euch.

Wo finden wir Sie im Internet?

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Adrian Liebau