Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Joachim GrafWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

„Wer bin ich, wo gehst Du hin und was machst Du mit den Büchern“, sind existenzialistische Fragen, auf die die Menschheit wohl bis heute keine Antwort hat. Deswegen nur soviel: Ich arbeite als Zukunftsforscher und betreibe mit meinem Partner Daniel Treplin iBusiness.de, den Thinktank für Zukunftsforschung für interaktive Medien, konvergente und disruptive Märkte. Als Verleger produzieren wir zudem (gedruckte) Studien über Interaktiv-Honorare, Gehälter, Arbeitsverträge und anderen Highlevel-B2B-Studien für alle, die mit interaktiven Medien Geld verdienen. Und als Autor mache ich E-Books, so das ultimative „Männer, die auf Parkplätze starren“, in dem wir die Frage beantworten wollen, warum deutsche Unternehmen mit dem Internet nicht klarkommen und warum Asphalt Innovationen verhindert.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Surfen, online recherchieren, schreiben, socialmediaen gehören 100 Prozent meiner Zeit. Die üblichen Management-Aufgaben die anderen 100 Prozent. Und im Rest bin ich als Keynote-Speaker unterwegs.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Seit Mitte der 90er Jahre ist das Internet bestimmend geworden, seit Ende der 90er Jahre haben digitale Verlags-Geschäftsprozesse unsere Arbeit noch einmal grundlegend verändert. Wir bieten seit damals Paid Services online an und können natürlich den Publishing-Markt sehr tiefgehend analysieren, weil wir im deutschen Fachmedien-Markt aufgrund unserer Internet-affinen Zielgruppe der Online-Entscheider zehn Jahre Vorsprung vor dem Mainstream haben.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Wie man damit soviel Geld verdienen kann, dass es für die Finca in der Karibik reicht. So reicht es nur für die gebrauchte Hundehütte in Wanne-Eickel.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Ich freue mich natürlich auf alle, die wissen wollen, wie ihr (digitales) Business in drei, fünf oder zehn Jahren aussieht. Das können wir dann erzählen. Online, gedruckt, in Vorträgen, Keynotes, Workshops oder Webinaren.

Wo finden wir Sie im Internet?

Ich hoffe, oben in Google. Sonst auf www.iBusiness.de und im Social-Network Ihrer Wahl.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Michael Poganiatz