Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Deborah Klein

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Deborah Klein und ich bin freie PR-Beraterin mit Schwerpunkt auf Autoren und Verlagen. Ich arbeite schon seit vielen Jahren mit Büchern und habe einige Jahre als Pressesprecherin für Verlage fungiert. Bücher sind in meinen Augen ein emotionales Produkt – ob über das geschriebene Wort, Zeichnung oder Fotografie. Ich bin sehr dankbar, mit kreativen und individuellen Menschen und Produkten arbeiten zu dürfen. Ich begleite diese Menschen und Unternehmen auf dem Weg in die Öffentlichkeit.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Mein Tag beginnt mit einem Blick aus dem Fenster ganz nach dem Motto „Hallo Welt“. Ich finde, morgens ist eine sehr inspirierende Stille vorhanden, die mich für den Tag stärkt und inspiriert. Nach dem Frühstück starte ich in den Tag. Dabei orientiere ich mich an meiner Tagesform. Vormittags telefoniere ich gerne und organisiere Termine und Anlässe für meine Kunden. Zum Nachmittag konzentriere ich mich auf meine schriftlichen Arbeiten, bei der ich sehr journalistisch vorgehe. Ich schreibe Artikel und Interviews, organisiere Pressegespräche etc.. Jeder Kunde ist individuell zu behandeln, daher ist meine Arbeit als PR-Beraterin sehr abwechslungsreich. Ich liebe, was ich tue.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Die größte Veränderung kam mit der Entscheidung in die Selbstständigkeit. Für mich war es ein mutiger Schritt aus der „sicheren“ Festanstellung, doch es war die richtige Entscheidung. Inspiriert haben mich dabei Bücher wie die von Journalist Markus Albers („Meconomy“) oder Mental-Coach Veit Lindau („Seelengevögelt“). Literatur spielt in meinem Leben eine große Rolle. Die berufliche Verknüpfung ist dabei ideal und authentisch.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ich denke, die größte Herausforderung im Autorenbereich liegt darin, die Redaktionen davon zu überzeugen, dass Selfpublishing keinen Ramsch-Charakter hat, sondern mitunter großartige Buchwerke hervorbringt. Natürlich muss man die Spreu vom Weizen trennen, aber letztlich entscheidet der Leser. In meinen Augen ist Selfpublishing eine große Chance und Markterweiterung der Buchbranche. Es wird allgemein frischer und gewagter. Das sieht man auch an den neuen Verlagen.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Ich freue mich über interessante, neue Kontakte, bei denen ein beruflicher Anhaltspunkt vorhanden ist. Natürlich freue ich mich auch über Anfragen bzgl. PR-Unterstützung. Dennoch möchte ich mich nicht nur auf die Buchbranche festlegen. Ich bin erfreut und offen für Neues.

Wo finden wir Sie im Internet?

Meine Website www.deborahklein.de

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Deborah Klein