Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Matthias Grenda

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Matthias Grenda, ich bin 49 Jahre jung, gebürtiger Lübecker, nach vielen Stationen, auch im Ausland, im Münsterland gelandet. Ich arbeite freiberuflich als Medien-/Kommunikationsberater und Kommunikationstrainer und habe vor sieben Jahren die Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V. gegründet, um unter anderem die so genannten Nordwalder Biografietage umzusetzen, einer Veranstaltungsreihe, bei der es um Biografien und den Austausch von Lebenserfahrungen geht. Letztendlich wie ein Literatur- oder Filmfestival, nur eben auf Biografien fokussiert. Außerdem haben wir jedes Jahr ein Leitthema und nutzen jedes mögliche Präsentationsformat, also von der Lesung aus einer Biografie, über Interview, Vortrag, Foto-und Kunstausstellung, Musik-, Film- und Theatervorstellungen. Ich lese leidenschaftlich gerne Bücher, seit einigen Jahren aber hauptsächlich Biografien.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Da ich von Zuhause aus arbeite, sitze ich gleich nach dem Aufstehen, meistens sehr früh morgens, mit einem doppelte Espresso am Schreibtisch, d.h. Laptop, und lese mich online quer durch verschiedene Nachrichtenpublikationen, immer auf der Suche nach interessanten Ansätzen, Themen, Personen und Persönlichkeiten für die Nordwalder Biografietage und/oder andere Veranstaltungen und Fortbildungen, die wir planen. Danach folgen viel Schriftverkehr, das Erstellen von Projektskizzen, Telefonate und natürlich auch Treffen mit meinen Mitstreitern, Referenten, Partnern, Geldgebern etc. Meistens endet mein Tag ziemlich spät wieder am Rechner. Zum Lesen in Büchern/Biografien bin ich dann meistens schon in der Waagerechten…

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Was würde ich heute bloß ohne das WorldWideWeb machen? Das Internet ermöglicht mir schnelle und umfangreiche Recherche- und Kontaktmöglichkeiten, die ich vorher so nicht hatte. Das Netzwerken ist einfacher geworden. Nur die Bedeutung bzw. die Qualität der Kommunikation hat sich leider verändert, nicht immer zum Positiven.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ich würde gerne noch mehr mit den etablierten Verlagen zusammen arbeiten, die Biografien herausgeben. Gerne auch mal exklusiv die Premiere einer Biografie auf den Nordwalder Biografietagen haben, wir liegen zeitlich immer genau zwei Wochen vor der Frankfurter Buchmesse. Und, ich würde gerne mehr alltäglichen Lebensgeschichten, die etwas Außergewöhnliches erlebt haben, eine breitere Öffentlichkeit bieten, gerne auch über die Veröffentlichung bei einem namhaften Verlag.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Verlage, autobiografische Autoren, die spannende oder außergewöhnliche Biografien zum Thema der 7. Nordwalder Biografietage im September 2014 geschrieben, veröffentlicht haben oder es planen: „Liebe – All you need is Love“. Alle, die Interesse haben, die 6. Nordwalder Biografietagen zum Thema „Exil“ vom 19. bis 22. September 2013 im Münsterland zu besuchen. Natürlich freue ich mich auch über Kontakte möglicher Medienpartner und über weitere finanzielle Unterstützer.

Wo finden wir Sie im Internet?

www.biografietage.de

www.biografische-kommunikation.de

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Foto: Steven Haberland