Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Mathias Voigt Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Mathias Voigt, einer der beiden Geschäftsführer von Literaturtest, einer Agentur für PR, Marketing und Pressearbeit. Mit Literaturfilm haben wir eine Marke, unter der wir Buchtrailer produzieren und distribuieren. Zu unseren Kunden zählen vornehmlich Autoren, Verlage und Buchhandlungen. Wir arbeiten darüber hinaus für andere kulturelle, aber auch für wissenschaftliche Einrichtungen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ein typischer Bürotag läuft in etwa so ab: Schnell einen Blick in die einschlägigen sozialen Netzwerke – Facebook, Twitter etc. (dabei aufpassen, dass man sich in der Fülle toller neuer Informationen nicht verliert…), dann E-Mails checken (natürlich in der Hoffnung, dass sich vielleicht ein neuer Kunde gemeldet hat), dann unbedingt einen Cappuccino trinken (gebraut mit unserer roten italienischen Kaffeemaschine), dann eine Pressestrategie aushecken, ein Buchtrailerkonzept besprechen, einen Marketingtext freigeben und, und, und (und dazwischen immer wieder die Kaffeemaschine beschäftigen).

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Literaturtest gibt es seit 13 Jahren. Wir haben begonnen mit Texten für das Internet (vor allem für Onlinebuchhändler) und haben dann unser Portfolio beständig erweitert: um klassische Pressearbeit, um Buchtrailer, um Autorenfotografie… Natürlich kommen wir um dieses – na, wie heißt es gleich – Internet(!) bis heute nicht herum. Es ist ja eher größer geworden, wie man hört. Deshalb geht der Trend in unserer Arbeit zur direkten Kommunikation mit potenziellen Kunden, aber zum Beispiel auch mit Buchhändlern etc. – auch wenn wir die klassischen Wege der Pressearbeit und PR weiterhin beschreiten und für wichtig erachten. Natürlich sind wir an neuen Produkten dran: So bieten wir eine App an, mit der Verlage zum Beispiel ihre Vorschauen, aber auch Kundenmagazine u. ä. auf, wie wir finden, sehr attraktive Weise präsentieren können.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Wir sind wahrscheinlich an einem fundamentalen Wendepunkt, was den Wissens-, aber auch „Vergnügens“-Träger Buch (in all seinen Formen) betrifft – und stehen mit einem Bein in der alten, mit einem in der neuen Welt. Die interessanteste Aufgabe ist, immer wieder neu zu überlegen, wie sich diese beiden Welten verbinden lassen. Ob es eine Lösung gibt, weiß ich nicht. Ich vermute aber, allein die Auseinandersetzung mit dem Thema kann eine Menge kreatives Potenzial entfalten.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Da bin ich nicht wählerisch – es könnten alle sein, die guten Willens am Fortleben und der Weiterentwicklung des Buchs arbeiten.

Wo finden wir Sie im Internet?

Hier: www.literaturtest.de. Und hier: www.literaturfilm.de. Aber auch bei Facebook (www.facebook.com/AgenturLiteraturtest), Twitter (http://twitter.com/Literaturtest), Pinterest (http://pinterest.com/Literaturtest) und Youtube (www.youtube.com/Literaturfilm)…

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Katrin Kutter / Literaturtest