Lea Korte: In meinem Online-Autorenkurs vermittele ich Jungautoren das nötige Handwerkswissen eines Autors

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich mache vieles mit Büchern: Zum einen schreibe ich sie: Als Lea Korte veröffentliche ich historische Romane (Droemer Knaur) und Liebesromane (Aufbau Verlag), unter anderen Pseudonymen sind Liebes- und Sachromane von mir bei Heyne und Lübbe erschienen. Da ich mit den Jahren immer öfter Anfragen von Jungautoren bekommen habe, die Rat beim Schreiben ihres Erstlings suchten, habe ich einen Online-Autorenkurs entwickelt. In diesem Kurs vermittele ich Jungautoren über ein Jahr hin das nötige Handwerkswissen eines Autors vom bildhaften Schreiben über Figurenplanung, Spannungsaufbau und vieles mehr bis hin zum Erarbeiten des Romanplots inklusive Exposé und Leseprobe und mit der Möglichkeit, das Projekt u.a. bei der Literaturagentur AVA international von Roman Hocke vorzustellen. Es ist der begleitete Weg zum ersten eigenen Roman – wobei man entweder eine Romanidee ausarbeiten kann, die man schon mitbringt oder sie im Kurs entwickelt. Und last but not least biete ich Manuskriptcoachings und Autorenseminare an.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Er teilt sich auf zwischen meinem neuen Roman und dem Autorenkurs sowie der Arbeit mit den Autoren im Manuskriptcoaching. Meine Arbeit am Roman beinhaltet neben dem Schreiben und Überarbeiten viel Recherche, die mir großen Spaß macht und aus der zugleich immer wieder neue Inspirationen erwachsen. Parallel dazu läuft meine Arbeit mit den Kursteilnehmern: Ich kommentiere deren Übungstexte, beantworte Fragen, überarbeite die Lektionen immer wieder neu, und gleichzeitig stehe ich mit den Teilnehmern über unsere „Yahoo-Gruppe“ im regen Austausch. In der Gruppe diskutieren wir ausgewählte Texte der Teilnehmer oder klären allgemeine Fragen über das Schreiben. Ebenso intensiv ist die Zusammenarbeit mit den Autoren im Manuskriptcoaching. Ich fiebere mit ihnen zusammen, um das Optimale aus ihrer Romanidee herauszuholen und arbeite mit ihnen natürlich auch direkt am Text. Es ist sehr befriedigend zu sehen, wie ihr Roman dabei immer mehr Gestalt annimmt und besser und besser wird. An den Coaching-Büchern hänge ich mit der Zeit ebenso wie an meinen eigenen „Babys“.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Früher habe ich neben dem Romanschreiben auch für Zeitschriften gearbeitet, aber heute widme ich mich ausschließlich den Kursteilnehmern. Ich empfinde den Austausch als sehr belebend und inspirierend und er schärft umgekehrt auch wieder den Blick für meine eigene Arbeit. Im Herbst (und manchmal im Frühjahr) biete ich Seminare in Tossa de Mar (Spanien/Costa Brava) an. Beim Coaching nutze ich teilweise Skype, so dass man auch einmal direkt und nicht nur per Mail mit mir über sein Projekt reden kann.

Beim Romanschreiben profitiere ich inzwischen von einigen guten Programmen wie „Cuecard“ für das Sammeln von Recherchematerial und „Papyrus“ beim Schreiben des Romans, beides Programme, die die Arbeit eines Autors erleichtern, aber allein natürlich auch noch keinen guten Roman machen. Dazu braucht es, nicht zuletzt, handwerkliches Können – das man aber erlernen kann.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Da könnte ich ganze Liste aufführen, aber im Kern geht es immer um das Gleiche: das Optimieren von Texten! Typische Fragen, die ich mir dann stelle, sind z.B.: Wie kann ich den Spannungsaufbau einer Szene bzw. des Romans verbessern? Zieht der Protagonist den Leser in seinen Bann? Ist er lebendig? Logisch in seinen Handlungen? Sind die Entwicklungen der Figur nachvollziehbar oder sprunghaft? Ist das Kräfteverhältnis zwischen dem Protagonisten und dem Antagonisten „ausgewogen“? Und am Ende von vielen weiteren Fragen steht die Feinarbeit, die erst dann zu Ende ist, wenn jedes Wort „sitzt“.

Wo finden wir Sie im Internet?

Als Autorin auf www.leakorte.de – Infos über meine Kurse und Coachings finden sich auf dem Blog www.schreibkurse.wordpress.com. Eine passende Webseite ist im Aufbau und wird dort bekanntgeben werden. Geplant sind auf dieser Webseite z.B. Autoreninfos, Schreibtipps, etc.. Natürlich bin ich auch bei Facebook, und ebenso kann man mich per Mail erreichen: leakorte@leakorte.de

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Lea Korte

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