Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Inhaber der Alles über Berlin GmbH, zu welcher zum einen der Berlin Story Verlag gehört zum anderen ein Onlineshop und ein Ladenlokal in Berlin, in welchem auch Bücher verkauft werden. Ich decke also die gesamte Kette ab. Zusätzlich bin ich Mitglied der Piratenpartei und nehme für diese regelmäßig an Diskussionsrunden teil, welche sich um Urheberrecht drehen. Auch hier geht es zwangsläufig um Bücher.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Einen typischen Arbeitstag habe ich gar nicht. Neben den oben beschriebenen Dingen bin ich ehrenamtlich im Vorstand des Historiale e.V., welcher ein Museum betreibt und Europas größtes Geschichtsfestival veranstaltet. Außerdem beantworte ich zum Teil öffentliche Anfragen an den Chaos Computer Club. Somit stehe ich morgens auf und frage mich, was mich wohl heute erwartet. Was aber wiederkehrend ist: Gegen zehn Uhr falle ich aus dem Bett und laufe die Linden lang in mein Büro. Dort gucke ich mir die ToDo-Listen an, welche auf mich warten und arbeite die Emails ab. Dort sind alle Themen gleichermaßen drin vertreten. Mein Tag endet oft mit Veranstaltungen aus dem einen oder anderen Bereich, so dass ich am späten Abend wieder zu hause bin. Die Wochenenden sehen ähnlich aus, nur dass ich hier länger schlafe.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

In den letzten Jahren sehr viel. Ich habe Netzwerke in der Radioonkologie sicher gemacht und gewartet, war Linux-Systemadministrator für ein Unternehmen, welches unter anderem große Onlinemagazine gehostet hat, habe ein Handelsunternehmen aufgebaut und in einer technischen Unternehmensberatung Projekte geleitet. Inzwischen bin ich beim Verlagswesen, was wieder eine neue Herausforderung ist.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Gute Mitarbeiter finden, um das Team zu erweitern. Das ist der schwerste Punkt von allen. Ansonsten muss man mit seinen Geschäftsmodellen am Puls der Zeit sein. Das kann ich allen Leuten einfach erklären, sehe aber selber, wie schwer es sich in der Praxis umsetzen lässt.

Wo finden wir Sie im Internet?

Den Verlag unter www.berlinstory-verlag.de mich persönlich unter Enno-Lenze.de

Bildquelle: Enno Lenze