Herbert Grieshop: Der Videoblog „Herbert liest!“ soll so etwas wie ein literarischer Eskortservice sein

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich mache einen monatlichen Videoblog „Herbert liest!“, in dem ich Bücher empfehle, die mich begeistern und denen ich viele Leser wünsche. Der Blog soll so etwas wie ein literarischer Eskortservice sein: ein guter Freund, der dir tolle Neuerscheinungen oder ein altes Lieblingsbuch empfiehlt, nur eben im Web. Noch ist das einfach ein Hobby, mal schauen, ob mehr draus wird.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ich kann Lesen und Leben kaum unterscheiden und insofern ist die Vorbereitung auf den monatlichen Blog ein großes Vergnügen. Den Dreh mache ich zusammen mit meiner Mitstreiterin Sonja Praxl an Wochenenden abwechselnd in Hamburg und Berlin und – damit es interessanter ausschaut – in immer anderen Wohnungen. In meinem Hauptberuf bin ich Wissenschaftsmanager an der Freien Universität Berlin und zuständig für internationale Beziehungen, mein Arbeitstag ist daher randvoll mit E-Mails, Gesprächen und Terminen mit Wissenschaftlern. Für meine vielen Dienstreisen habe ich immer zwei, drei Bücher dabei, um die tote Zeit auf Flughäfen und in Flugzeugen angenehm zu füllen.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Das Video-Bloggen ist ein ganz neues Metier für uns und so verändert sich der Blog bei jeder Folge. Wir experimentieren noch, was die optimale Länge ist, welche Formate man sonst noch ausprobieren kann und auch, ob sich aus dem Hobby ein Geschäftsmodell machen läßt. Beim Dreh der Folge 4 haben wir gerade spontan die Persönlichkeitsanalyse per Bücherschrank-Inspektion ausprobiert. Das kam aus einer Laune heraus und der merkwürdigen Buchsammlung unserer Gastgeberin…

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Was zieh ich an? Hemd oder Pulli? Aber im Ernst: Eigentlich versuchen wir in erster Linie herauszufinden, was funktioniert und nicht funktioniert, was uns Spaß macht und was Zuschauern gefällt. Ich möchte natürlich, daß möglichst viele Leute sich den Blog auch anschauen. Also geht’s auch darum zu verstehen, was Leute bewegt, so ein Video zu teilen und weiter zu empfehlen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Auf YouTube gibt es den Kanal „Herbert liest!“ und auf Facebook auch eine gleichnamige Fanpage.

Bildquelle: Herbert Grieshop

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.