Sebastian Schmidt: Derzeit studiere ich Buchwissenschaft und Politikwissenschaft (BA) in Erlangen

Sebastian Schmidt
Sebastian Schmidt

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Sebastian Schmidt. Was ich mit Büchern mache? Kurz gesagt: Lesen! Derzeit studiere ich Buchwissenschaft und Politikwissenschaft (BA) an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Da das Studium nun seinem Ende zugeht, ist die Zeit gekommen, sich mit einem Thema für die Abschlussarbeit zu beschäftigen, in meinem Fall also mit der Frage, inwiefern Social Media für Buchdruckereien und Buchbindereien relevant sein kann. Im Moment bedeutet das gerade auch, viele Bücher zu Facebook, Twitter, Youtube etc. zu lesen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Den typischen Arbeitstag bei der Bearbeitung der Bachelor-Arbeit gibt es, bei mir jedenfalls, so nicht. Aktuell stelle ich Konzept und Zeitplan auf, erarbeite Thesen und vertiefe mich in die Social-Media-Welt der Verlage, indem ich insbesondere deren Facebook-Aktivitäten mitverfolge. Unterbrochen von den alltäglichen Aufgaben herrscht also eine Mischung aus kreativem Chaos und strukturiert analytischem Arbeiten.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Nun, das Studium war eher theorielastig. Jetzt heißt es, die Vorteile daraus zu ziehen, v.a. den vermittelten Überblick über die Strukturen in der Buchbranche zu nutzen und sich auf eine praktische Tätigkeit vorzubereiten. Gerade in Bezug auf eine verbesserte Vernetzung, insbesondere zwischen Buchdrucker und -bindereien und den Verlagen, ist es mehr die Zukunft, die ich im Blick habe.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Problematisch sehe ich wie angesprochen in manchen Bereichen die Kommunikationswege zwischen Verlag und Herstellung. Durch das Studium und ein Praktikum habe ich den Eindruck gewonnen, dass sowohl die Sortimenter und Buchhandlungen, wie auch die Verlage gut mit- und untereinander vernetzt sind. Andererseits gleicht gerade der Weg zu den herstellenden Unternehmen oftmals eher einer Einbahnstraße denn einer mehrspurigen Autobahn. Das mag auch, gerade im Webbereich, an der Ausrichtung der Verlage hin zu den Endkunden liegen.

Daraus resultiert eben meine Neugierde zu fragen, ob eine verstärkte Präsenz von Druckern und Bindern über die neuen Kommunikationskanäle nicht die Zusammenarbeit verbessern könnte. Gerade in Hinblick auf die Digitalisierung ist dabei meiner Meinung nach nötig, gemeinsam Initiative zu ergreifen und auf Innovation zu setzen. Genau hier also hoffe ich, durch meine Bachelor-Arbeit ansetzen und einen Teil dazu beitragen zu können.

Wo finden wir Sie im Internet?

sebastian.schmidt89@gmx.de oder facebook.com/sebastian.schmidt.de

Bildquelle: Sebastian Schmidt
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Diese fünf Fragen werden regelmäßig von interessanten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.

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