Tristan Rosenkranz: Ich verbinde Kreativität mit sozialem Engagement

Tristan Rosenkranz
Tristan Rosenkranz

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Tristan Rosenkranz, aus Gera nach Rostock übergesiedelt und verbinde Kreativität mit sozialem Engagement. Ich habe zum Einen zwei Bücher Lyrik und Prosa gemeinsam mit der Fotografin Katrin Hetzel beim Leipziger Verlag Edition Paper One veröffentlicht („Insomnia“ und „Fieberherz“), zum Anderen beim Magdeburger Klotz-Verlag die Anthologie „Kinderherz – Familien zwischen Ausgrenzung und Aufbruch“, die den Themenkomplex Umgangsausgrenzung und Entfremdung mit verschiedenen Stilmitteln hinterfragt. Beteiligt hieran waren zahlreiche Professionen wie Richter, Erziehungswissenschaftler, Therapeuten, Pädagogen, Gleichstellungsbeauftragte und Publizisten sowie neben zahlreichen Betroffenen auch eine handverlesene Auswahl an Autoren, hiervon einige vom oben genannten Leipziger Verlag.

Momentan bereite ich zwei Bücher vor, zum Einen das für dieses Jahr angesetzte Lyrik-/Fotografiebuch „Schattenspiele“ mit sinnlichen Texten sowie ätherisch-sinnlichen Fotografien des Rostocker Fotografen Jens Wagner, zum Anderen das zweite Buch zum Thema Familienrecht, eine kritische Draufsicht auf die Arbeit der Jugendämter – „Akte Jugendamt“ in Zusammenarbeit mit einer Auswahl an Erziehungswissenschaftlern, Verfahrensbeiständen, Sozialpädagogen sowie Betroffenen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht, jedenfalls nicht hinsichtlich fester Strukturen. Ich habe jeden Tag mein Pensum an Abschriften, Telefonaten, Erledigungen, Internetarbeiten und Gesprächen abzuarbeiten und komme so immer Stück für Stück meinem Ziel näher. „Nebenbei“ mache ich eine Qualifikation zum Fachwirt (je 2-3 Unterrichtstage pro Woche) sowie 1-2 Nachtschichten als Nachtportier in einem Warnemünder Hotel (Gelegenheit, im Internet zu arbeiten).

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Ich bin ernsthafter geworden. Diese Leichtigkeit, diese losgelösten Schreibabende mit einem lyrischen Schreibfluß sind in den Hintergrund getreten. Als ehemals selbst von Umgangsausgrenzung betroffener Vater und einigen enervierenden Klagen sowie mit Blick auf das alltägliche Unrecht (täglich wird ca. 400 Kindern der Kontakt zu einem, meist dem väterlichen Elternteil verwehrt) fällt es mir schwerer, mal ebenso in den Tag hinein zu leben, das Leben unbelastet zu genießen.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ich hätte gern mehr Verständnis für die juristischen Eckpunkte der Familienrechtspolitik. Ein sehr trockener Stoff.

Wo finden wir Sie im Internet?

Unter www.gleichmass-ev.de sowie www.kraftfelder.net.

Bildquelle: Tristan Rosenkranz
________________________________________________

Diese fünf Fragen werden regelmäßig von interessanten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.