Tim Rohrer: Ich bin Gründer und Betreiber der Literatur-Community Leselupe.de

Tim Rohrer
Tim Rohrer

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Tim Rohrer, geboren 1980, ich bin Gründer und Betreiber der Literaturcommunity Leselupe.de. Die Leselupe wurde 1998 gegründet und gehört damit zu den ältesten deutschsprachigen Literatur-Websites. Rund 15 Redakteure, eine Redakteursleiterin und ein Programmierer betreuen momentan ehrenamtlich über 4.000 Autoren und deren 60.000 Geschichten und Gedichte. Monatlich besuchen 50.000 – 100.000 Leser das Portal. Im Rahmen der Leselupe werden verschiedene Dienste für Autoren und Leser angeboten, so z.B. die Geschichtenforen, in denen die registrierten Autoren eigene Werke veröffentlichen können, Redaktionelles (Leselupe-Bücher, Ausschreibungen, Buchbesprechungen, Schreibwerkstätten, Fingerübungen, Kolumnen, Newsletter) sowie eBook- und Hörbuch-Downloads vieler Leselupe-Werke.

Seit ca. zwei Monaten bieten wir unseren Autoren auch die Möglichkeiten der VG Wort an. Viele Geschichten und Gedichte der Leselupe-Autoren weisen bereits Leserzahlen im Bereich von mehreren Zehntausenden auf. Sie kämen damit für eine Auszahlung durch die VG Wort in Frage. So bietet sich Schriftstellern der Leselupe ab sofort eine direkte Möglichkeit der finanziellen Belohnung ihres literarischen Schaffens im Internet und damit zum literarischen Broterwerb 2.0! Rund 200 Werke der Leselupe wurden von ihren Autoren im ersten Monat bereits gemeldet.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Ich arbeite online. Als Selbstständiger im Bereich der neuen Medien verdiene ich jeden meiner Euros im Netz. Das war schon immer so, seit ich denken kann. 1996 habe ich mit einem Freund meine ersten Websites an den Start gebracht. Daher kann ich von einer Veränderung meiner Arbeit durch das Internet fast nicht sprechen. Klar, es kommen immer neue Möglichkeiten dazu: Twitter, Facebook, Blogs & Co. Aber das Prinzip bleibt das gleiche: Schnelle, interaktive, massenhafte, digitale Kommunikation. Privat versuche ich mich im Gegensatz dazu noch so weit wie möglich aus dem Internet rauszuhalten – sprich in meiner Freizeit bin ich offline.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ein typisches Problem bei meiner Arbeit, das ich oben schon kurz angedeutet hab, ist die Informationsüberflutung. Ich bin grad aus einem zweiwöchigen Portugal-Urlaub zurück gekommen, hatte ca. 500 Emails im Postfach, ca. 200 neue Blogbeiträge im Feedreader, unzählige Facebook-Updates, Kommentare & Spam in meinen Blogs usw. Im Prinzip waren von diesen ca. 10-15 Std. „Lesearbeit“ nur 2 Std. inhaltlich wertvoll – der Rest war Informationsüberschuss bis –müll. Dafür hätte ich gerne einen intelligenten Filter – täglich. Und wenn dieser Filter dann auch noch die unzähligen Möglichkeiten, die das Internet bietet, filetieren – das Fett vom Filet trennen könnte – dann wäre alles gut. :-)

Wo finden wir Sie im Internet?

http://www.leselupe.de
http://www.facebook.com/leselupe
http://www.facebook.com/timrohrer1
http://www.xing.com/profile/Tim_Rohrer
http://maracuja.de/

Bildquelle: Tim Rohrer
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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.

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