Die Initiative von Leander Wattig für eine stärkere Vernetzung der Buchbranche. Seit 2009.

Joanna Mühlbauer: Wir machen “Das Buch als Magazin”

15. September 2014

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Joanna MühlbauerWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Joanna Mühlbauer und ich bin freie Art Direktorin. Zusammen mit dem Journalisten Peter Wagner mache ich „Das Buch als Magazin“, das zweimal im Jahr erscheint. Das Prinzip des Heftes ist leicht erklärt: Im ersten Teil jeder Ausgabe lesen Sie einen Literaturklassiker im Original, den wir um eine eigens produzierte Fotostrecke erweitern. Außerdem schreiben wir Notizen an den Rand des Textes – Interessantes zum Autor, zu einzelnen Textstellen, Einordnungen oder Parallelen zur Gegenwart. Im zweiten Teil von „Das Buch als Magazin“ stehen Geschichten aus der Gegenwart, die sich deutlich oder vorsichtig auf das Buch im ersten Teil beziehen. So wollen wir Lust machen, alte Bücher neu zu lesen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Einen typische Arbeitstag gibt es nicht, da ich freiberuflich arbeite. Es hängt also immer vom Projekt ab, ob ich früh aufstehe und in eine Agentur oder einen Verlag fahre, und dort einen „ganz normalen“ Bürotag habe. Oder ob ich den Tag gemütlich beginne, und den ganzen Tag zuhause vor mich hin werkeln kann. So ist es zum Beispiel jetzt gerade, da wir an der neuen Ausgabe für „Das Buch als Magazin“ sitzen. Da kommen langsam die fertigen Texte und Bilder rein, ich kann die Layouts finalisieren und das Heft langsam fertig machen. Und dazwischen viel telefonieren und Mails bearbeiten für andere Projekte, mit dem Hund rausgehen, kochen, essen. Wie gesagt, richtig feste Abläufe gibt es da nicht. Aber ich versuche, um 20 Uhr spätestens Schluss zu  machen. Das ist wichtig, dass man sich selbst gewisse Zeiten vorgibt. Dann arbeitet man tagsüber  konzentrierter, und vor allem nicht unendlich lange, was theoretisch immer möglich ist, aber auf lange Sicht nichts bringt.

Was so während der Arbeit am Heft passiert oder passieren kann:

Tatsächlich war es bisher bei fast jeder Ausgabe so, dass sich immer irgendwelche tollen Sachen ergeben haben und uns quasi zugelaufen sind. Also der normale Prozess verläuft so, dass Peter und ich uns für ein Buch entscheiden. Dann treffen wir uns und überlegen uns Themen und Motive, die unserer Meinung  nach gut in den journalistischen Teil passen würden. Meistens haben wir das Gefühl, dass, weil wir uns so viel damit beschäftigen, wir schon in alle möglichen Richtungen gedacht haben und wir genau wissen, was wir wollen, dass es quasi nichts mehr gibt, woran wir nicht auch schon gedacht hätten. Doch natürlich ist das falsch und bei jeder Ausgabe war es bisher so, dass uns der Zufall, oder besser gesagt die tollen Autoren und Fotografen, die bei unserem Heft mitmachen und mitmachen wollen, uns Geschichten in die Arme spülen, auf die man eben nicht kommen kann. Die sind dann einfach da und so persönlich, dass man sie sich so nicht hätte ausdenken oder in Auftrag geben können.

In der ersten Ausgabe, der “Verwandlung” von Franz Kafka, schreibt eine Autorin über den Tod ihrer Mutter und wie sie damit umgegangen ist. Ähnlich Kafkas Käfer bleibt sie tagelang in ihrem Zimmer eingesperrt, kann nicht raus, nicht kommunizieren. Ein wahnsinnig bewegender Text. Wir waren ihr sehr dankbar, dass sie das so für uns aufgeschrieben hat. Und auf sowas kann man eben nicht beim Ausdenken kommen.

Ein anderes Beispiel ist ein Ehepaar, das wir für die letzte Ausgabe, die “Traumnovelle”, interviewt haben. Sie sind schon seit Jahrzehnten verheiratet, die Frau ist vor nicht allzu langer Zeit in einem unaufhaltbaren Prozess erblindet. Sie ist komplett von ihrem Mann abhängig geworden, die Außenwelt ist für sie alleine fast gar nicht  mehr zugänglich. Ihre Phantasiewelt und alle Bilder in ihrem Inneren sind aber umso präsenter. Sie und ihr Mann leben wie in 2 Welten, aber trotzdem sehr innig zusammen. Auf gewisse Weise vergleichbar mit den Protagonisten aus Schnitzlers Geschichte. Auch eine sehr tolle Geschichte, sehr rührend, und auch sie wäre ohne eine zufällige Bekanntschaft nicht zustande gekommen.

Das Fazit ist wahrscheinlich, dass man auf der Suche nach Geschichten immer offen bleiben muss. Natürlich muss man eine Marschroute haben, ungefähr wissen, wo man mit dem Heft hin will. Aber man muss immer offen sein für die tollen Dinge, die zufällig neben dieser Route liegen können, und sie nicht übersehen.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Früher hatte ich eine feste Stelle in einer Agentur. Da habe ich praktisch immer nur gearbeitet. Die Arbeit war gezwungener Maßen wenig selbstbestimmt und nicht immer sehr befriedigend. Auch wenn es natürlich schöne Projekte gab und ich im Umkehrschluss jetzt als Freie auch nicht nur Traumaufgaben habe. Aber ich weiß jetzt mehr, wofür ich was mache, und kann selbst entscheiden, wie viel Zeit und Aufwand ich für welche Aufgabe investieren kann und muss. Da bleibt immer genug Energie und Motivation für so Herzensprojekte wie „Das Buch als Magazin“.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Wir würden „Das Buch als Magazin“ gerne wirtschaftlicher machen, ohne dabei darauf zu verzichten, dass wir anzeigenfrei erscheinen. Es läuft zwar ganz gut, aber ein Traum wäre natürlich die Auflage steigern zu können, den Autoren höhere Honorare zahlen zu können und am besten selbst noch etwas daran zu verdienen. Wir basteln da gerade an einem Konzept.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Verlage, die an Kooperationen interessiert sind, Mäzene, oder einfach Menschen, die Lust haben uns zu unterstützen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Joanna Mühlbauer

Oliver Gorus: Ich will, dass gehört wird, wer etwas zu sagen hat

15. September 2014

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Oliver GorusWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Gründer und Chef der Agentur Gorus – das ist ein Beratungsunternehmen für Persönlichkeiten, die mit der Öffentlichkeit kommunizieren. Wir unterstützen unsere Klienten nicht nur mit Positionierung, Strategie und Konzepten, sondern auch tatkräftig, insbesondere wenn es um Texte geht. Auf diese Weise hantieren wir täglich mit Blogtexten, Social-Media-Posts, Newslettertexten, Website-Konzepten und -Texten, Videokonzepten und vielem mehr – und eben auch sehr intensiv mit Buchkonzepten und Buchmanuskripten. Das heißt konkret: Wir verhelfen unseren Klienten zu hochqualitativen Sachbüchern, Fachbüchern und Ratgebern. Bücher, die auf der einen Seite zu hundert Prozent der Persönlichkeit und den Inhalten der Klienten entsprechen und ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen, und die auf der anderen Seite so gemacht sind, dass sie im Buchmarkt gute Chancen haben – und auch für die Verlage ein gutes Geschäft sind. Heraus kommen viele Buchpreise und Bestsellerplatzierungen, aber auch stille Longseller, die trotzdem oder gerade deswegen unseren Klienten weiterhelfen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Der Arbeitstag ist für jeden von uns sehr unterschiedlich. Wir haben ein kleines Team aus Festangestellten und Freien, zusammen sind das je nach Projektlage meistens so zwischen zehn und fünfzehn Köpfe. Ein Teil arbeitet im Home Office irgendwo in der Republik, der andere in einem unserer beiden Büros in Moos und in Radolfzell am Bodensee. Manche schreiben wirklich den ganzen Tag – allerdings bedeutet schreiben bei uns immer Teamwork. Dass eine Person einen Text alleine konzipiert und schreibt, kommt nicht vor. Insofern ist der typische Arbeitstag ein Wechsel aus kreativen gemeinsamen Runden oder Zweiergesprächen und konzentrierter Einzelarbeit. Manche Mitarbeiter haben fast täglich lange Telefonate mit Klienten, worin es um deren Inhalte geht. Außerdem haben wir immer wieder ganztägige Einzelworkshops bei uns im Haus, zu denen uns die Klienten besuchen.

Für mich persönlich ist es eine Mischung aus operativen Tätigkeiten in ausgewählten Projekten und übergreifenden Tätigkeiten, dem berühmten Arbeiten AM Unternehmen statt IM Unternehmen. Dass ich selbst gar nicht mehr in Projekten mitmische, dazu sind wir noch zu klein, aber das kann sich ja noch ändern.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Die Agentur ist jetzt zwölf Jahre jung. Zu Beginn drehte ich fast alles nur um Bücher. Heute kümmern wir uns für unsere Klienten um mehr Kommunikationsmittel als nur das Buch. Wir denken für unsere Klienten mehr und mehr in einem integrierten Kommunikationsstrom, in dem das Buch einer von mehreren Kanälen ist. Die Arbeit ist darum vielschichtiger, variabler, breiter geworden. Es sind mehr Kompetenzen gefragt. Wenn es um Texte geht, sind es deutlich mehr Textsorten geworden. Und da die Agentur seit zwölf Jahren mehr oder weniger kontinuierlich wächst, sind es auch immer mehr Projekte geworden, was eine clevere Organisation und eine zweckdienliche IT-Unterstützung erfordert. Die Klienten sind auch immer hochkarätiger geworden. In vielen Themenfeldern sind die Top-Experten mittlerweise bei uns. Insgesamt kann ich sagen: Es wird immer interessanter.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Eindeutig das Personalthema. Wir suchen permanent handverlesene Verstärkung. Zwar haben wir hier in der Region eine überragende Lebensqualität zu bieten, aber zu den nächsten Ballungszentren Zürich, Stuttgart und München ist es eine ganze Ecke weg. Das ist Vor- und Nachteil zugleich. Fitte Mitarbeiter zu finden, die nicht in einer Großstadt leben wollen, die aber mit höchster Ergebnisqualität und höchstem Leistungsanspruch umgehen können und wollen, das hat sich als enorm schwierig herausgestellt. Für die Jobs, die wir anbieten, gibt es keine Ausbildung und keinen Standard – insofern besteht unser Team ausschließlich aus Quereinsteigern. Das macht die Talentsuche anspruchsvoll. Wir haben keine Lust und keine Zeit, uns mit mittelmäßigen Ergebnissen herumzuquälen. Dementsprechend suchen wir Leute, die das genauso sehen. Und die sind seltener, als wir mal gedacht hatten. Für diejenigen aber, für die es passt, sind das echte Traumjobs.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Hm, hilfreich wären zum Beispiel Kontakte mit Kontakten zu fitten, jungen, schlauen, findigen, kompetenten, umzugswilligen potentiellen Mitarbeitern in den Feldern Social Media, Buch, PR und/oder Events. Wer schreiben kann – also wirklich schreiben kann, nicht nur mal versuchen will zu schreiben –, kann sich bei uns austoben, ob frei oder angestellt. Und wer Kontakt zu einem Prominenten hat, der dringend einmal ein ordentliches Buch bräuchte, dem könnten wir vermutlich auch helfen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Im Web unter www.gorus.de, in Facebook unter AgenturGorus, in Twitter unter olivergorus.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Oliver Gorus

Interview-Reihe: Köpfe der Buchbranche

15. September 2014

Interview-Reihe: Köpfe der BuchbrancheDiese sechs Fragen werden seit 2009 regelmäßig von interessanten Köpfen der Buchbranche beantwortet und hier veröffentlicht – bisher über 500 Mal:

  1. Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?
  2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
  3. Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?
  4. Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?
  5. Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?
  6. Wo finden wir Sie im Internet?

Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Branche sichtbar werden lassen.

Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Hier finden Sie alle Interviews

… und nicht nur wir finden diese interessant:

 

PublishingMarkt.de – Job- und Projektbörse für den Publishing-Markt

15. September 2014

PublishingMarkt.de ist eine Job- und Projektbörse für den Publishing-Markt – kostenlos nutzbar und redaktionell gepflegt von Leander Wattig.

Auf dieser Seite können Unternehmen und Kreativschaffende kostenlos und ohne Anmeldung oder Registrierung Einträge erstellen. Nach Verfassen und Freigabe eines Eintrags wird eine Bestätigung an die vom Akteur hinterlegte E-Mail-Adresse verschickt. In dieser E-Mail befindet sich auch ein Link, über den ein späteres Bearbeiten oder Löschen des Eintrags möglich ist. Sie können also komplett eigenständig und unabhängig agieren, was allen Beteiligten Zeit spart.

Zeit spart auch die Möglichkeit, die Einträge jeder Kategorie separat via E-Mail und RSS-Feed zu abonnieren. Die Links finden Sie in der Abo-Zentrale. Natürlich können Sie auch nach Städten und Akteuren filtern und sind wir auch bei FacebookTwitter und Google+ vertreten. Hier finden Sie zudem eine Übersicht zu Publishing-Jobseiten und Jobbörsen.

Die Seite wird redaktionell gepflegt. Wir möchten, dass die Relevanz für die Nutzer stets möglichst hoch bleibt. Wir behalten uns also vor, nicht jeden Eintrag zu veröffentlichen.

Das Einstellen von Einträgen wird auch langfristig kostenlos bleiben.

Nächste #pubnpub-Termine in San Francisco, Wien, Amsterdam, München und Köln

14. September 2014

Pub ‘n’ Pub (#pubnpub) ist die von Leander Wattig 2011 gestartete Publishing-Stammtischreihe in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. – Wir treffen uns in wechselnden Pubs und sprechen über Trends im Publishing, Gott und die Welt. Ziel ist es, die Leute vor Ort noch stärker zu vernetzen.

Spielregeln:
So funktioniert #pubnpub

 

Pub 'n' Pub San Francisco

San Francisco

Contact: Charlotte Reimann (mail[at]charlotte-reimann.de)

#pubnpub goes San Francisco on September 18

Charlotte Reimann from Germany is on a publishing roadtrip through the Bay Area. She takes the opportunity and organizes the first #pubnpub in San Francisco. We are happy to announce Melissa Manlove, children’s book editor at Chronicle Books, as the speaker:

Talk: Melissa Manlove, Editor at Chronicle Books
“An Editor Walks into a Bar: Understanding the building blocks of humor, and why we should take humor seriously”

Melissa Manlove
has been with Chronicle for 10 years. Her acquisitions tend to be all ages in nonfiction; ages 0-8 for fiction. When acquiring, she looks for fresh takes on familiar topics as well as the new and unusual. An effective approach and strong, graceful writing are important to her. She has 16 years of children’s bookselling experience.

Pub’n’Pub (#pubnpub)
is a series of meet-up for people from all over the publishing industry. It’s a great opportunity to meet other professionals, to learn, to network, and to have fun. Pub’n’Pub events are regularly held in Germany, Austria, Switzerland and the Netherlands, started by Leander Wattig in 2011. This is the first event in the US.

Schedule
5:30 p.m. Doors open, enjoy a glass of wine or a beer while discovering  new and old books at the Adobe Bookshop.
6:00 p.m. Welcome and short introduction by Charlotte Reimann, Project Manager at Kerber Verlag, Germany. Short round of introduction where everybody answers the question: “Who are you and what’s your job in the publishing industry?
6:15 p.m. Talk of Melissa Manlove, Editor at Chronicle Books
6:45 p.m. Follow-up discussion round the talk
7:15 p.m. General socializing – open end

Our culture
• #pubnpub is a community effort
• #pubnpub is casual and sociable; firm commitments to come are not necessary; everybody pays for their own drinks
• Drinking during the talk and discussion is absolutely fine – #pubnpub is very relaxed
• Our goal is to create an atmosphere which makes it easy for everybody to get to know (better) other participants from all over the publishing industry

 

 

Pub 'n' Pub Wien

Wien

Kontakt: Anita Luttenberger, Brigitte Kaserer, Johannes Kößler (E-Mail)

4. #pubnpub Wien am 22.10.: Der Sprung ins Netz – Kick-off des neuen Teams mit Diskussion und Konzert

Das sprunghafte Verlassen der Komfortzone und die Wichtigkeit eines funktionalen Netzwerks

Was passiert, wenn ich das erste Mal den Sprung in die Selbstständigkeit wage?
Braucht die Buchbranche überhaupt noch mehr Idealisten?
Wie wichtig und wie sicher ist ein Netzwerk?

Es diskutieren:

Moderation: Günter Kaindlstorfer

Open Concert nach der Diskussion mit:

Die Diskussion und das Konzert finden bei freiem Eintritt statt und sind für alle frei zugänglich!

Aus Organisationsgründen bitten wir um Anmeldungen unter wien@pubnpub.de.

Pub ’n‘ Pub Wien findet statt dank unseren Unterstützern und Sponsoren:

Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, phil, Goldegg Verlag, Zsolnay & Deuticke Verlag, Braumüller Verlag

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Brigitte Kaserer, Zsolnay & Deuticke Verlag
Anita Luttenberger, Braumüller Verlag
Johannes Kößler, Goldegg Verlag

 

Amsterdam

Contact: Linda Kohn (E-Mail)

2. #pubnpub Amsterdam on September 16

Joost Nijsen, owner/publisher of Uitgeverij Podium, will interview Henk Pröpper, director of the publishing house De Bezige Bij.

Podium is one of the leading independent publishing companies of the Netherlands. Besides strong international authors, they publish Dutch contemporary prose, poetry and quality non fiction.

De Bezige Bij (The Busy Bee) is one of the leading literary publishers in the Netherlands for both Dutch and translated literature, fiction, non-fiction and graphic novels.

 

 

Pub 'n' Pub München

München

Kontakt: Sarah Söhlemann, Susanne Schmitz (E-Mail)

10. #pubnpub München am 30.09.: Augmented Reality – Spielerei oder ernsthafte Erlösquelle?

Augmented Reality, erweiterte Realität: das steht für innovative, visuell interaktive Technologien, die auch für die Verlagwelt einige Einsatzmöglichkeiten bereithalten. Erste Erfahrungen gibt es bereits von großen Häusern wie Axel Springer, die Bauer Media Group, Hubert Burda Media, Gruner + Jahr – und nein, für die Anwendung benötigt man keine Google Glass ;-)

Wir freuen uns auf unser September-#pubnpub mit Anett Gläsel-Maslov von Metaio Gmbh, die uns am 30.9. einen Überblick über die Welt der Augmented Reality gibt und auch einige Beispiele parat hat.

Wie gehabt beginnen wir um 19.00 Uhr mit Vorstellen, Essen, Trinken und um 19.30 Uhr dann mit dem Vortrag.

 

 

Köln

Kontakt: Kerstin Brömer (E-Mail)

5. #pubnpub Köln am 30.09. – Anne Weiss und Stefan Bonner über gute Exposés

Wer seine Werke von einem Verlag veröffentlichen lassen möchte, kommt um ein Exposé nicht herum. Die Bestsellerautoren Anne Weiss und Stefan Bonner zeigen, welche Dokumente und Inhalte darin unverzichtbar sind und wie Autoren es schaffen, mit diesen Unterlagen im Verlag Interesse zu wecken. Als langjährige Verlagslektoren kennen sie auch die Gegenseite und wissen genau, was gut ankommt.

 

Daniel Conrad: Ich bin Gründer und Geschäftsführer von booklooker.de

10. September 2014

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Daniel Conrad

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Daniel Conrad, Jahrgang 77, abgebrochenes Studium der Kommunikationswissenschaften, Gründer & Geschäftsführer der Plattform www.booklooker.de, die grade ihr 15jähriges Jubiläum feiert. booklooker.de ist einer der größten Marktplätze für gebrauchte und antiquarische Bücher im deutschsprachigen Raum, mit 1,5 Mio. registrierten Benutzern und über 30 Mio. Artikeln.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ich bringe einen Sohn in den Kindergarten, den anderen in die Schule, trinke dann noch einen Tee zu Hause mit meiner Frau und sitze anschließend im Büro vor dem PC. Als einer von zwei Geschäftsführern kümmere ich mich um alles, was nicht mit IT und Programmierung zu tun hat, denn davon habe ich nicht viel Ahnung. Ich betreue die Bereiche Marketing, Kundendienst, Personal und sorge dafür, dass immer genug Kaffee und Klopapier da ist.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Im Grunde hat sich die Arbeit nicht verändert, es ist nur mehr geworden. Angefangen haben wir 1999 zu zweit und 10 Bestellungen am Tag, jetzt besteht unser Team aus 9 Festangestellten und wir vermitteln 5.000 Bestellungen am Tag – Tendenz steigend. Früher habe ich noch jede Kundenanfrage selbst beantwortet, mittlerweile machen das unsere Kundendienst-Mitarbeiter. Das Medium “Buch” befindet sich zwar im Wandel, bei uns steht die Zeit in dieser Hinsicht aber ein wenig still. Manchmal wundere ich mich selbst darüber, welche Sachen so verkauft werden – der Trend geht bei uns immer mehr hin zu sehr spezieller Lektüre abseits der Bestsellerlisten. Und davon gibt es reichlich.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Da fällt mir spontan nicht viel ein. Für Probleme finden wir meist schnell eine Lösung, nur die Umsetzung kann dann eine Weile dauern …

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Mich kann jeder kontaktieren. Man weiß ja vorher nie genau, welche Kontakte einen weiterbringen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Daniel Conrad

Brigitte Werner: Ich bin keine Schriftstellerin, die täglich ihr festes Pensum schreibt

9. September 2014

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Brigitte WernerWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Brigitte Werner, Jahrgang 1948, ich schreibe und lebe im Ruhrgebiet.

In den letzten sechs Jahren sind sechs Kinder- und Jugendbücher und ein Roman, Crazy Dogs, von mir erschienen, alle im Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart, das ist der namhafteste anthroposophische Verlag Deutschlands.

Im Moment schreibe ich monatlich eine Kolumne zum Thema „Zufälle“ im a-tempo-Lebensmagazin dieses Verlages, das aber auch allen Monatsheften alverde der Drogeriemarktkette dm eingeheftet ist. Diese Kolumne, die ich erst nicht annehmen wollte, da ich dachte, sie würde mir einen ziemlichen Abgabestress verursachen, macht mir riesige Freude und die Einfälle kommen überschäumend, also kein Problem mehr mit Termindruck.

Und ich habe drei kleine Kinderbücher fertig, die nun in der Veröffentlichungswarteschlange hängen, da sie firstclass Illustrationen brauchen. Aber alle drei sind vom Verlag schon angenommen.

Und natürlich schreibe ich nicht nur Bücher, ich lese, nein ich verschlinge sie. Ich bin ein Vielfraß und leider niemals satt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ja, das ist schwer zu erklären, da sie eigentlich niemals gleich ablaufen. Arbeite ich gerade an einem Buch, dann kann es geschehen, dass ich die Zeit völlig vergesse und durcharbeite, so ist es mir bei meinem Roman Crazy Dogs ergangen, der ja auch auf 480 Seiten anwuchs und ich ihn eigentlich niemals fertig schreiben wollte, denn dann musste ich mich ja von meinen Personen verabschieden, und das war ganz und gar nicht möglich, ist es immer noch nicht, obwohl er seit einem knappen Jahr erschienen ist. Aber immer nach Lesungen passiert es, dass mich alle erfundenen Menschen wieder so dicht begleiten, dass ich mit ihnen zu reden beginne…

Wenn ich nicht schreibe, habe ich entweder Lesetermine oder Seminarvorbereitungen zu treffen oder Zeit zum Lesen, Träumen, für meine Freundinnen und Freunde und für die Haushaltsdinge. Ich bin keine Schriftstellerin, die täglich morgens ihr Pensum schreibt, Pause macht und nachmittags noch ein paar Stunden arbeitet.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Ich war erst 10 Jahre im Schuldienst, habe Grundschulkinder unterrichtet und viel von ihnen gelernt. Und jeden Tag habe ich ihnen selbst erfundene Geschichten erzählt, die ich aber alle wieder vergessen habe.

Später habe ich ein freies Kindertheater mit gegründet, habe dort gewerkelt, die Stücke geschrieben, gespielt und viel viel Stress mit meiner Bühnenangst gehabt. Aber wieder habe ich dabei viel gelernt. Die Kindergruppe zwischen sechs und zehn Jahren ist mir sehr vertraut geworden und nahe gekommen.

Dann habe ich meine erste längere Geschichte: Kotzmotz der Zauberer geschrieben, die beim Verlag Freies Geistesleben gelandet ist und ein Überraschungsbestseller geworden ist. es gibt schon neun Auflagen und drei Taschenbuchauflagen. Das macht mich sehr glücklich. Ich lese dieses Buch landauf, land unter, und demnächst wird es an fünf Bühnen gespielt.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ein Problem zur Zeit ist, dass ich gerne einen weiteren Roman schreiben würde, mir aber der erste immer noch zu nah ist. Deshalb habe ich ein neues Kinderbuch geschrieben, es ergab sich einfach so, das nun gerade bebildert wird.

Ich habe für den nächsten Roman nur eine vage Idee und bin mir nicht sicher, ob sie trägt oder ausbaufähig ist. Oder ob ich sie überhaupt liebe….. Ich habe die ersten beiden Seiten versucht, auch abgespeichert, immerhin ein Anfang, aber sie drücken noch nicht auf mein Herz.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Tja, ich bin ja fest davon überzeugt, dass mein Roman Crazy Dogs, der in den wilden Achtzigern im Ruhrpott in einer schrägen Künstlerfamilie spielt, sich hervorragend verfilmen lassen würde. Ich sehe Axel Prahl als den sehr „besonderen“ Vater leibhaftig vor mir, es wäre eine Paraderolle für ihn.

Ich habe keine Ahnung, wie man da vorgehen sollte, um das Buch als Filmskript unterzubringen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Sie finden meine Homepage unter www.brigittewerner.de.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Brigitte Werner

Nächste Termine unserer #pubnpub Publishing-Stammtische in Amsterdam, Frankfurt und Köln

4. September 2014

Pub ‘n’ Pub (#pubnpub) ist die von Leander Wattig 2011 gestartete Publishing-Stammtischreihe in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. – Wir treffen uns in wechselnden Pubs und sprechen über Trends im Publishing, Gott und die Welt. Ziel ist es, die Leute vor Ort noch stärker zu vernetzen.

Spielregeln:
So funktioniert #pubnpub

 

Amsterdam

Contact: Linda Kohn (E-Mail)

2. #pubnpub Amsterdam on September 16

Joost Nijsen, owner/publisher of Uitgeverij Podium, will interview Henk Pröpper, director of the publishing house De Bezige Bij.

Podium is one of the leading independent publishing companies of the Netherlands. Besides strong international authors, they publish Dutch contemporary prose, poetry and quality non fiction.

De Bezige Bij (The Busy Bee) is one of the leading literary publishers in the Netherlands for both Dutch and translated literature, fiction, non-fiction and graphic novels.

 

Frankfurt

Kontakt: Alexander Vieß, Karin Hartmeyer, Stefan Geyer, Jannis Plastargias (E-Mail)

16. #pubnpub Frankfurt am 09.09. – Independent-Verlage. Warum? Darum!

Warum entsteht nach 2003 eine Gruppe von jungen Verlagen, die alle anders funktionieren als Kleinverlage bisher? Wie ist das Label “Independent-Verlag” entstanden und wie verhalten sich diese ca.10 jungen Unternehmen in Deutschland innerhalb des Buchmarktes?

Diese Fragen und noch viele Weitere beantwortet am 9. September Annette Lux von Luxbooks (www.luxbooks.de).

Wir freuen uns auf fröhliche Diskussion – dieses Mal erstmals im Henscheid – Aus dem Hause Klabunt. Extrazimmer ist dort für uns reserviert, Schlappe Seppel ist in Kühlung.

 

Köln

Kontakt: Kerstin Brömer (E-Mail)

5. #pubnpub Köln am 30.09. – Anne Weiss und Stefan Bonner über gute Exposés

Wer seine Werke von einem Verlag veröffentlichen lassen möchte, kommt um ein Exposé nicht herum. Die Bestsellerautoren Anne Weiss und Stefan Bonner zeigen, welche Dokumente und Inhalte darin unverzichtbar sind und wie Autoren es schaffen, mit diesen Unterlagen im Verlag Interesse zu wecken. Als langjährige Verlagslektoren kennen sie auch die Gegenseite und wissen genau, was gut ankommt.

 

Virenschleuder-Preis: Die ersten 32 Nominierungen im Überblick – mitmachen bis 30.09.

4. September 2014

Virenschleuder-Preis
Wir machen ansteckendes Marketing der Publishing-Branche sichtbar. Von Leander Wattig – in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse. #vsp14
 


Es sind schon echt schöne Nominierungen für den Virenschleuder-Preis zusammen gekommen und der Erfahrungsaustausch ist in vollem Gange. Genau darum geht es uns ja und deshalb werden alle Nominierungen auf der Website veröffentlicht.

Ihr findet alle bisherigen Nominierungen der 3 Kategorien unten aufgelistet und verlinkt. Das Spiel ist bekannt: Die 10 Nominierungen jeder Kategorie mit den jeweils meisten Stimmen kommen auf die Shortlist (Auswahlkriterien). Aus den 3 Shortlists wählt dann unsere hochkarätig besetzte Jury die Preisträger aus. Die Sieger werden auf der Frankfurter Buchmesse bei unserer Preisverleihung mit DJ, Freigetränken und buntem Programm bekannt gegeben, für die erlesen.tv auch wieder einen Livestream bereitstellen wird.

Jetzt aber gilt: Nutzt die Chance und macht mit. Reicht noch bis Ende September Eure Nominierungen ein. Das kostet nichts, tut gar nicht weh und bringt im Gegenteil ganz viel – Euch und uns. Alle profitieren vom Teilen der Erfahrungen. Spaß macht es auch. Und noch etwas on top: Jeder Nominierte kann sich in Hamburg von unserem Partner erlesen.tv einen Video-Clip anfertigen lassen – kostenlos.

Ansteckendste Maßnahme/Strategie

Ansteckendste Idee

Ansteckendste Persönlichkeit

Marion Lili Wagner: Ich mache den Verlag für Kurzes

4. September 2014

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Marion Lili Wagner

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Marion Lili Wagner und ich mache den Verlag für Kurzes, einen Verlag für kurze Texte: Kurzgeschichten, Erzählungen, Essays. Seit einigen Monaten auch Mikrogeschichten, das sind sehr kurze Geschichten, die aus nur wenigen Sätzen bestehen. Dieses literarische Genre gibt es bei uns noch nicht und ich will es gerne bekannt machen und etablieren. Dazu habe ich auch den Blog mikrogeschichten.de gestartet, in dem regelmäßig Mikrogeschichten verschiedenster Autoren veröffentlicht werden. Da kann jeder mitmachen, der Lust hat, Mikrogeschichten zu schreiben.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Mein kleiner persönlicher Wecker namens Marie (5) weckt mich meist ziemlich früh. Nachdem ich sie in den Kindergarten gebracht habe, überlege ich, wo ich arbeiten möchte: Zu Hause (selten), in der Bibliothek (gelegentlich) oder in einem WLAN-Cafe (meist).

Meine Arbeit puzzelt sich aus vielen unterschiedlichen Aktivitäten zusammen: Schreiben, Mails beantworten, Texte lektorieren, Cover besprechen, Rezensenten anschreiben, mit Autoren kommunizieren … Ich versuche immer, die Dinge, die die meiste Konzentration erfordern, als erstes zu machen.

Was auch ein kleiner, aber wichtiger Teil meiner Arbeit ist, ist die „Nachdenkzeit“. Ich versuche jede Woche mindestens einen Vormittag oder Nachmittag nichts Konkretes zu arbeiten, sondern einfach nur Spazierenzugehen oder mich in ein Cafe zu setzen und mir alles, was ich tue oder vorhabe, durch den Kopf gehen zu lassen. Dieser Abstand hilft mir sehr dabei, mich nicht zu verzetteln und oft fallen mir die Lösungen für irgendwelche Probleme oder Fragen gerade in diesen Momenten ein.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Sie ist vielfältiger geworden (und ich glücklicherweise strukturierter). Ich mache sehr gerne Projekte „außer der Reihe“. Beispielsweise habe ich gerade zusammen mit dem Literaturfestival lit:potsdam zusammen ein eBook mit Texten von Kindern und Jugendlichen aus Berlin und Brandenburg gemacht.

Und auf der Leipziger Buchmesse 2013 haben wir Besucher gebeten, ihre Biografie zu schreiben – auf einen Zettel. Diese fast 100 Zettelbiografien sind auf unserer Homepage und in einem kleinen Büchlein veröffentlicht.

Zum dritten Geburtstag des Verlages am 8. September möchten wir diese Aktion wiederholen, diesmal online. Jeder kann mitmachen. „Einfach“ sein Leben auf einem Zettel zusammenfassen und am 8.9. unter dem Hashtag #zettelbiografie posten und/oder twittern.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ich frage mich, wie es gelingen kann, die Bücher und Mini-Bücher meines Verlages bundesweit in die Buchhandlungen zu bringen.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Ich freue mich über die Kontaktaufnahme von Buchhändlern, die unser Programm in ihr Sortiment aufnehmen möchten und über Rezensenten, die Lust haben, eines oder mehrere der Bücher zu besprechen. Und ebenso über Autoren, die eine Mikrogeschichte auf unserem Blog veröffentlichen möchten. Generell bin ich aber offen für jede Art von Austausch mit Büchermenschen und Kreativen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Unter www.verlag-fuer-kurzes.de und www.facebook.com/verlagfuerkurzes.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Marion Lili Wagner