#wasmitbuechern. Seit 2009. Von Leander Wattig.

Gabriele Radecke: Ich habe die Fontane-Arbeitsstelle an der Universität Göttingen gegründet

6. Januar 2016

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Gabriele RadeckeWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Gabriele Radecke; ich bin Literatur- und Editionswissenschaftlerin an der Universität Göttingen. 2010 habe ich dort die Theodor Fontane-Arbeitsstelle gegründet, um Fontanes Werk in Buch- und digitalen Editionen für das 21. Jahrhundert neu zu veröffentlichen. Inzwischen sind wir ein gut aufgestelltes Team, das an der Herausgabe und Kommentierung von Fontanes autobiographischen, reiseliterarischen und kritischen Texten arbeitet; die Bände erscheinen im Rahmen der Großen Brandenburger Ausgabe im Berliner Aufbau Verlag und wenden sich an Fachwissenschaftler und an ein allgemeines Lesepublikum. An der Fontane-Arbeitsstelle entsteht außerdem in enger Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen die digitale erste Gesamtausgabe von Theodor Fontanes Notizbüchern; diese Edition wird auch als Buch im Walter de Gruyter-Verlag erscheinen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil sich die Arbeit nicht immer in regelmäßige Abläufe einteilen lässt. Deshalb fasse ich lieber die Schwerpunkte zusammen, zu denen neben dem Lesen und Schreiben insbesondere die folgenden Tätigkeiten gehören: die Betreuung der Mitarbeiter an der Fontane-Arbeitsstelle – die Leitung von Teamsitzungen – die wissenschaftliche Beratung bei der Herstellung von Buch- und digitalen Ausgaben – das Entziffern der komplizierten Handschrift Fontanes, die Kommentierung erläuterungsbedürftiger Textstellen, das Erstellen von Registern und die Textredaktion – Vorträge und Seminare und schließlich neue Fontane-Projekte entwickeln und Förderanträge schreiben.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Der digitale Medienwandel hat auch die editorischen Methoden und Arbeitsweisen sowie die Publikationsformen von Werkausgaben erweitert. So ersetzen digitale Werkzeuge und virtuelle Forschungsplattformen zunehmend die bisherige Arbeit mit konventionellen Computerprogrammen. Diese grundlegende Veränderung setzt voraus, dass man sich mit der neuen Technik vertraut macht. Hinzu kommt, dass die Editionen nunmehr als gedruckte Bücher, als E-Books und als digitale Ausgaben in interdisziplinären Teams erarbeitet und publiziert werden. Dafür ist eine große Kommunikationsfähigkeit sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, insbesondere mit IT-Experten, erforderlich. Schließlich hat sich die Art der Recherche für die Texterläuterungen verändert. Arbeitete man früher fast ausschließlich in Bibliotheken mittels Kataloge und gedruckter Bücher, so wird die editorische Arbeit nunmehr durch das Internet und das Lesen am ortsunabhängigen Bildschirm nicht nur maßgeblich unterstützt, sondern auch erheblich erleichtert.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Das größte Problem ist die Finanzierung. Da unsere Stellen durch Drittmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Fritz Thyssen Stiftung gefördert werden, muss ich mich ständig um weitere Projekte und deren Finanzierung kümmern, was mich oftmals von der inhaltlichen Projektarbeit abhält.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Ich freue mich immer über das Gespräch mit Fontane-Leserinnen und Lesern; außerdem würde ich mich gerne noch mehr mit Kollegen vernetzen, die sich ebenfalls dafür engagieren, Autoren und ihre Texte auch einem jüngeren Publikum durch analoge und digitale Werkausgaben näherzubringen. Schließlich bin ich an einem Austausch über Erfahrungen von erfolgreicher Drittmitteleinwerbung und Sponsoring interessiert.

Wo finden wir Sie im Internet?

Man findet mich im Internet auf der Website der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Göttingen. Neuigkeiten gebe ich über twitter und facebook bekannt. Ausführliche Projektinformationen gibt es auf der Website der Theodor Fontane-Arbeitsstelle. Die digitale Edition von Theodor Fontanes Notizbüchern wird im Fontane-Notizbuch-Portal publiziert.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Gabriele Radecke

Alles lesen

6. Januar 2016

„Man sollte alles lesen. Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten.“ – Oscar Wilde

Sao Paulo: Bücher, die als U-Bahn-Tickets funktionieren und das Lesen fördern

6. Januar 2016

Super Idee – Daumen hoch für Sao Paulo!

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„To celebrate World Book Day last April 23rd, L&PM gave away 10,000 books for free at subway stations across Sao Paulo. Each book came with ten free trips. When all ten trips have been used up, users can recharge them via the Ticket Books website and use them again or gift them to a friend to encourage even more people to read. The project was so successful that L&PM expanded the project to other cities in Brazil.“

Mehr dazu auf psfk.com.

Ticket Books from Agência Africa on Vimeo.

via: Open Culture

Bild: L&PM Editores

Julia Christ: Ich bin Projektleiterin der 1. Internationalen Autorenmesse

20. November 2015

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Julia ChristWer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Julia Christ und ich bin Projektleiterin der 1. Internationalen Autorenmesse.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Ich komme morgens um 8:00 Uhr ins Büro, checke meine Mails und danach auf sozialen Netzwerken alle Seiten, die ich betreue. Anschließend wende ich mich ganz meinem Projekt, der 1. Internationalen Autorenmesse, zu. Da ich das Event von A-Z organisiere, gibt es immer was zu tun: Die richtige Location finden, die passenden Referenten buchen, Vermarktungsstrategien entwickeln, Einladungen erstellen und verschicken und vieles mehr.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Wir haben festgestellt, dass immer mehr Menschen Bücher schreiben möchten und dass der Bedarf daran gewachsen ist. Aber nicht nur der Bedarf ist gewachsen, sondern auch die Möglichkeiten, ein Buch zu schreiben. In vielen Hinsichten ist es einfacher geworden und wir möchten unsere Besucher über die vielfältigen Chancen informieren.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Vor einem Jahr sagte ein Verleger auf der Frankfurter Buchmesse, der Autor sei dort nicht erwünscht, denn es gehe auf der Messe darum, Bücher zu verkaufen. Wo aber findet der Autor oder der potenzielle Autor Gehör und eine Lobby? Wo findet er Menschen, die ihm seine Fragen fachkundig beantworten, ihm bei der Entwicklung von Strategien helfen? Jedes Buch beginnt mit einer Idee, die es zu prüfen gilt. Hat sie genügend Substanz, um daraus etwas zu machen, das auch abgedruckt wird? Wen soll ich ansprechen, um eben das herauszufinden? In welchem Stil soll ich schreiben? Brauche ich eine Schreibschule? Wie illustriere ich mein Werk? Welche Dienstleister helfen mir bei der professionellen Umsetzung meines Projekts? Ist traditionelle Papierform besser oder setze ich lieber aufs eBook? Oder wäre auch ein Hörbuch eine Alternative?

Auf der nächsten Stufe kommen Zusatzfragen auf. Brauche ich einen Rechtsanwalt? Wie steht es um den Urheberschutz? Und wenn das Buch gedruckt ist, geht die Arbeit auf einer anderen Ebene weiter. Wie vermarkte ich es so geschickt, dass sich mein Einsatz zum einen für mich selbst finanziell lohnt und zum anderen so viele Menschen wie möglich an meinen Gedanken und meinem Wissen teilhaben können?

Die Autorenmesse dient dazu, alle diese Fragen zu beantworten. Zudem finden noch verschiedene Workshops und Lesungen statt.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Autoren und die, die es werden wollen, aber auch Verlage, Ghostwriter, Lektoren, Illustratoren, Medienanwälte, Verlagsagenten, Buchvermarkter und Mitglieder von Plattformen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Homepage: www.autorenmesse.com

Facebook: 1. Internationale Autorenmesse

Twitter: @Autorenmesse

E-Mail: projekt@hermannscherer.com

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Julia Christ

Jobs, Volontariate und Praktika seit Mitte Oktober – PublishingMarkt.de

9. November 2015

jobber-logoPublishingMarkt.de ist die Job- und Projektbörse für den Publishing-Markt – kostenlos nutzbar und redaktionell gepflegt von Leander Wattig. Auf dieser Seite können Unternehmen und Kreativschaffende kostenlos und ohne Anmeldung oder Registrierung Einträge erstellen. Nach Verfassen und Freigabe eines Eintrags wird eine Bestätigung an die vom Akteur hinterlegte E-Mail-Adresse verschickt. In dieser E-Mail befindet sich auch ein Link, über den ein späteres Bearbeiten oder Löschen des Eintrags möglich ist. Sie können also komplett eigenständig und unabhängig agieren, was allen Beteiligten Zeit spart.

Jobs, Volontariate und Praktika seit Mitte Oktober

Claus Overbeck: Ich habe die Online-Vorlese-Plattform LivingKidsBooks.com gegründet

29. Oktober 2015

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Claus_Overbeck

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Claus Overbeck. Ich bin Diplom-Informatiker und Vater einer fünf-jährigen Tochter und eines zwei-jährigen Sohnes. Beide sind große Bücherfreunde und bekommen sehr gerne von Mama oder Papa vorgelesen. Da dieses Glück in Deutschland nicht mehr alle Kinder haben, habe ich mich vor zwei Jahren entschieden, Arbeit und Vergnügen miteinander zu verbinden und die Online-Vorlese-Plattform LivingKidsBooks.com gegründet, auf der in ansprechenden Filmen Bücher gezeigt und vorgelesen werden.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Mein Arbeitsalltag beginnt um 8:30 Uhr, wenn ich meine Tochter im Kindergarten absetze und mich auf den Weg ins Büro mache. Dort habe ich es mir inzwischen so eingerichtet, dass ich bis zur Mittagszeit komplett in meinen „Code abtauche“, d.h. ich konzentriere mich voll auf das Programmieren von Features und Funktionen unserer Website und die Entwicklung der dazugehörigen App. Nachmittags erledige ich dann Dinge, die im Büro anfallen, und bin auch wieder für die Außenwelt zu sprechen, führe Telefonate oder bespreche neue Strategien mit meinem Team. Einmal pro Woche stehe ich außerdem selber vor der Kamera und drehe ein kurzes Video, in dem ich über unseren neusten Buchfilm erzähle, den wir wöchentlich veröffentlichen.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Als ich mit dem Projekt gestartet bin, war es zunächst ein Ein-Mann-Unternehmen. Ich habe die Website erstellt, die einzelnen Elemente zusammengesetzt und auch schon erste Verlage auf den Buchmessen angesprochen. Nach einem Jahr hatte ich eine Basis aufgebaut und konnte mir einen weiteren Programmierer und eine Assistentin mit ins Boot holen, die mich bei der Arbeit unterstützt haben. Heute sind wir ein fünf-köpfiges Team, das zusammen programmiert, Marketingkonzepte austüftelt und auf Buchmessen fährt.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

„Ich lese meinen Kindern doch selber vor. Warum soll ich das jetzt durch einen Computer ersetzen?“ – das ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird und dieses Missverständnis ist unser größtes Problem. Wir möchten auf gar keinen Fall das elterliche Vorlesen ersetzen! Wir möchten vielmehr dann eine Alternative bieten, wenn dieses nicht möglich ist und die Kinder stattdessen vor dem Fernseher „geparkt“ würden.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Wir freuen uns natürlich immer über Verlage, für die LivingKidsBooks interessant ist und die gerne mit ihren Titeln auf unserer Plattform vertreten sein möchten. Auch Journalisten und Redakteure von (Online-)Zeitschriften und Blogs dürfen uns gerne mit Ihren Fragen löchern. Wer sonst eine gute Idee für eine Kooperation hat, darf damit natürlich auch jederzeit bei uns anklopfen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Die Online-Plattform und das Blog findet man auf livingkidsbooks.com.
Persönlich erreicht man mich unter claus.overbeck@abovo-it.com oder 0241-957 88 747.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Claus Overbeck

Rémi Jaccard: Wir arbeiten an einem Ort für die Wirklichkeit der Literatur

17. September 2015

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Rémi Jaccard

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Rémi Jaccard und seit einigen Monaten leite ich, gemeinsam mit Gesa Schneider, den Strauhof in Zürich. Der Strauhof, der ja bis letztes Jahr lange und erfolgreich Literaturausstellungen gezeigt hatte, wird nach einem kurzen Unterbruch am 25.9.2015 unter einer neuen Trägerschaft wieder eröffnet. Was ich also mit Büchern mache, ist, ihre Geschichten und Sprache, Hintergründe über die Personen, die sie schreiben, oder die Bedingungen, unter denen sie entstehen, in den Raum zu übertragen. Wir arbeiten an einem Ort für die Wirklichkeit der Literatur.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Seit Juli haben wir unser Büro im ehemaligen Café des Strauhofs mitten in der Zürcher Altstadt eingerichtet – ein grossartiger Arbeitsort. Typische Arbeitstage gibt im Moment nicht, da wir noch in der Aufbauphase sind. Im Moment wird gerade die erste Ausstellung «Mars – Literatur im All» installiert. Daneben planen wir die Eröffnung und arbeiten an unserer Kommunikation, ich kümmere mich aber auch um ein neues Kassensystem oder die Signaletik im Haus. Parallel entstehen Rahmenprogramm und Vermittlungsangebot, aber auch Konzepte und Budgets für die kommenden Ausstellungen. Und nicht zuletzt läuft bis zum 21. September noch unsere crowdfunding-Kampagne.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Die Intensität hat seit der Planungsphase im Frühjahr deutlich zugenommen. Unser Team ist gewachsen, während die Zeit für Gedankenspiele abgenommen hat. Im Moment fehlt mir etwas die Möglichkeit für die strategische und konzeptuelle Arbeit, da alles darauf ausgerichtet ist, dass der Strauhof zur Eröffnung funktioniert. Dafür ist es umso schöner zu sehen, wie sich Ideen und Vorstellungen konkretisieren und Wirklichkeit werden.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Ein angenehmes Problem bei meiner Arbeit ist, Literatur auszustellen, aber nicht nur Zitate und Buchcover zu präsentieren, sondern ihren Inhalt und ihre Atmosphäre einzufangen und sichtbar zu machen. Dabei suche ich keineswegs eine abschliessende Lösung, als vielmehr die Bereitschaft, mich immer wieder auf neue Ansätze einzulassen. Ein weniger angenehmes Problem ist das Beschaffen der Mittel, die für Betrieb, Programm und Kommunikation nötig sind.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Zurzeit brauchen wir vor allem Menschen, die Bücher wie wir als Portal zur Imagination verstehen und den Strauhof unterstützen, sei es als Gönnerinnen oder als Besucher, sei es als Blogger oder Journalistinnen.

Wo finden wir Sie im Internet?

Sie finden uns primär unter www.strauhof.ch, aber auch auf Facebook, Instagram und Twitter. Und natürlich die bereits erwähnte crowdfunding-Kampagne, bei der Sie von Beginn dieses neue Kapitels in der Geschichte des Strauhofs mitschreiben können: https://wemakeit.com/projects/strauhof-ein-neues-kapitel

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Rémi Jaccard