Was Menschen mit Büchern machen. Was Bücher mit Menschen machen.
Seit 2009. Von Leander Wattig.


Textwache: Wir sind ein Zusammenschluss von 9 freiberuflich arbeitenden Lektoren aus Leipzig

16. Januar 2017

Die folgenden sechs Fragen unserer Interview-Reihe werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

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Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Die Textwache ist ein Zusammenschluss von 9 freiberuflich arbeitenden Lektoren aus der Buchstadt Leipzig. Wir sind alle emsig an Texten Arbeitende, die aus ganz verschiedenen Bereichen kommen: aus der Medizin, der Germanistik, dem Umweltschutz, der Kunst, aus der Buchherstellung oder aus der Werbung. Dabei sind wir alle keine Anfänger mehr, sondern bereits seit vielen Jahren mit Büchern und deren Erstellung beschäftigt.

Wir lektorieren, korrigieren, konzipieren, schreiben eigene Texte und Gutachten, betreuen Autoren, übersetzen, formatieren … und geben unsere Erfahrungen im Rahmen von Workshops an Autoren weiter. Entsprechend unserer spezifischen Einzelprofile reicht unser Spektrum dabei von klassischer Belletristik über Kinder- und Jugendbücher, Lyrik, Biografien, Lexika, Fachbücher bis hin zu Kalendern und Kundenzeitschriften.

Im Unterschied zu reinen Einzelkämpfern sind wir als Textwache in der Lage, für anspruchsvolle, komplexe Projekte auch als Team zu agieren und mehrere Lektoren mit unterschiedlichen Fachkompetenzen zur Verfügung zu stellen. Wenn Fragen auftauchen, tauschen wir uns untereinander aus, und wenn Projekte wachsen, können wir schnell kompetente Hilfe vorschlagen. Wie heißt es so schön: Gemeinsam sind wir stärker. Und das kommt auch unseren Kunden und ihren Texten zugute.

So haben wir bereits Projekte zusammen bearbeitet, um Deadlines gerungen, mit unseren Autoren gelacht und geweint und sind gemeinsam für Bücher in die Schlacht gezogen. Das verbindet.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Da wir uns kein gemeinsames Büro teilen, sieht der typische Arbeitsalltag bei jedem von uns sicherlich etwas anders aus. Frühaufsteher, Nachtarbeiter … – alle sind vertreten. Jeder von uns arbeitet an seinen eigenen Projekten, hat seine eigenen Auftraggeber und Kunden. Für bestimmte Projekte jedoch schließen wir uns zu zweit oder zu dritt zusammen: Dann übernimmt beispielsweise einer das Lektorat, einer die Schlusskorrektur und ein weiterer ggf. die Projektabwicklung oder auch das Layout.

Wir treffen uns als Textwache regelmäßig, um anstehende Projekte dieser Art zu besprechen und zu planen. Darüber hinaus nutzen wir diese Treffen, um zum Beispiel unseren eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse zu organisieren, um Seminare und Workshops zu planen oder um Webseite, Social Media und Werbematerialien auf den aktuellen Stand zu bringen. Manchmal aber geht es auch einfach nur um den kollegialen Austausch: Schließlich tauchen immer wieder Fragen bezüglich des freischaffenden Arbeitens oder auch Fachfragen zu ganz konkreten Textproblemen auf.

Wie hat sich Ihre Arbeit über die Zeit verändert?

Unsere grundsätzliche Arbeit am Text – das Lektorieren, das Korrekturlesen, das Übersetzen – hat sich in den letzten 10 Jahren weit weniger gewandelt als der Buchmarkt. Wir haben es mit einer stetig wachsenden Anzahl von Menschen zu tun, die ein Buch schreiben und veröffentlichen möchten; gleichzeitig sind die Möglichkeiten, dies zu tun, heute weitaus vielfältiger als noch vor 10 Jahren. Diese Entwicklung hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere tägliche Arbeit. So müssen wir als Lektoren über strukturelle und technische Veränderungen informiert sein und darauf eingehen können; Weiterbildung steht also auch bei uns auf dem Programm. Auf der persönlichen Ebene ändert sich das Arbeiten dahingehend, dass natürlich mit größerer Erfahrung auch eine größere Ruhe und mehr Sicherheit im Umgang mit Autoren, Kunden und Text einhergehen.

Was ist ein Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Neben manchmal sehr engen Deadlines, die es einzuhalten gilt, ist eines der größten Probleme sicher die falsche Vorstellung darüber, was Lektorat, Korrektorat oder Redaktion leisten können und/oder müssen. Wir versuchen, im Vorfeld eines Auftrages so gut wie möglich zu erklären, wie unsere Leistungen aussehen, trotzdem stellt sich manchmal ein Autor etwas anderes darunter vor. Darüber haben wir schon oft diskutiert, auch öffentlich in unserer Gesprächsreihe „Die Textwache diskutiert …“.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren – welche Art von Kontakten wäre zurzeit hilfreich für Sie?

Kontaktieren können uns: Autoren jeglicher Genres und die, die es werden wollen; Selfpublisher, aber auch Verlage; Macher von Zeitschriften und/oder Werbematerialien; Fachbuchautoren aus dem Umweltbereich, die einen Verlag suchen; Studenten und Wissenschaftler mit dem Wunsch nach einer sprachlich einwandfreien Abschlussarbeit; Privatpersonen mit Texten jeder Art.

Schön ist es dabei grundsätzlich, wenn wir mit Menschen zusammenarbeiten können, die mit Leidenschaft bei der Sache sind, dennoch offen für Kritik sind und in Diskussionen sachlich bleiben können.

Wo finden wir Sie im Internet?

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ARTE: Dostojewski

14. Januar 2017

ARTE zeigt aktuell diese russische TV-Serie von 2011. Sie erzählt von den prägenden Erfahrungen und Leidenschaften in Fjodor Dostojewskis Leben. Die Teile 1-5 sind bereits verfügbar:

 

 

„Kaum dem Schafott entkommen, wird Dostojewski wegen revolutionärer Gedanken zu Arbeitslager und Dienst beim Militär verurteilt. Die Haft und seine Liebe zu der verheirateten Maria machen aus dem distanzierten Akademiker einen Schriftsteller, der das Schicksal des einfachen Volkes teilt.“

 

„Trotz der vielen Hindernisse kann Dostojewski endlich Maria heiraten. Doch das ersehnte Glück entpuppt sich schnell als Illusion. Selbst als das Ehepaar von der Provinz in die Hauptstadt Sankt Petersburg zieht, leidet Maria an ihrer Krankheit und an ihrer Eifersucht.“

 

„Obwohl Alexandra Sankt Petersburg verlassen hat, rettet dies nicht die Freundschaft zwischen ihrem Mann Janowski und Dostojewski. Doch sein Erfolg als Literat und die Bekanntschaft mit der revolutionären Studentin Apollinaria Suslowa können ihn über den Verlust hinweg trösten.“

 

„Endlich in Paris bei Apollinaria angekommen, stellt Dostojewski bestürzt fest, dass sie einen anderen Liebhaber hat. In dem Glauben, dass er sie wiedergewinnen kann, setzt er seine Reise mit ihr fort. Doch seine Hoffnungen werden zunichte gemacht. Zurück in Russland muss er feststellen, dass er weitaus mehr verloren hat …“

 

„Nach dem Verlust seiner Geliebten, seiner Frau und seines Bruders ist Dostojewski auch noch hoch verschuldet. Ein waghalsiger Plan könnte ihn vor seinem Verleger retten: Um seine Schulden zu begleichen, soll er innerhalb eines Monats einen Roman schreiben.“

Buchbranchen-Jobangebote der letzten 4 Wochen

6. Januar 2017

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Unternehmen und Kreativschaffende können kostenlos und ohne Anmeldung oder Registrierung Job- und Projektangebote eintragen. Nach Verfassen und Freigabe eines Eintrags wird eine Bestätigung an die hinterlegte E-Mail-Adresse verschickt. In dieser E-Mail befindet sich auch ein Link, über den ein späteres Bearbeiten oder Löschen des Eintrags möglich ist. Es kann also komplett eigenständig und unabhängig agiert werden, was allen Beteiligten Zeit spart.

Sie können auch einen Top Job buchen. Dadurch bekommen Sie noch mehr Reichweite und Sichtbarkeit über unsere Kanäle und die von unserem Kooperationspartner Buchreport.

Job-Angebote auf PublishingMarkt.de der letzten 4 Wochen

Buchbranchen-Jobangebote der letzten 2 Wochen

9. Dezember 2016

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Aufhören – auch wenn es gut ist

1. Dezember 2016

„Es sei sehr wichtig, schreibt er darin, in einem Text von Anfang bis Ende einen fesselnden und soliden Rhythmus beizubehalten. Seine Romane sind deswegen ein bisschen wie Jazz. Auch sein Alltag ist wie Jazz. Er halte auch dort, schreibt er, einen soliden Rhythmus ein, stehe jeden Tag sehr früh auf, mache sich einen Kaffee und beginne zu schreiben, egal, ob er Lust dazu habe oder nicht. Jeden Tag schreibe er zweieinhalb Seiten. Nach fünf oder sechs Stunden sei Schluss, auch wenn es gut läuft, höre er auf.“

Haruki Murakami im lesenswerten ZEIT-Interview.

Buchbranchen-Jobangebote der letzten Wochen

30. November 2016

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Jede gute Geschichte hat die gleiche Struktur – sagt Dan Harmon

29. November 2016

Here we go, down and dirty:

  1. . A character is in a zone of comfort,
  2. . But they want something.
  3. . They enter an unfamiliar situation,
  4. . Adapt to it,
  5. . Get what they wanted,
  6. . Pay a heavy price for it,
  7. . Then return to their familiar situation,
  8. . Having changed.

Start thinking of as many of your favorite movies as you can, and see if they apply to this pattern. Now think of your favorite party anecdotes, your most vivid dreams, fairy tales, and listen to a popular song (the music, not necessarily the lyrics). Get used to the idea that stories follow that pattern of descent and return, diving and emerging. Demystify it. See it everywhere. Realize that it’s hardwired into your nervous system, and trust that in a vacuum, raised by wolves, your stories would follow this pattern.

via kottge.org